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Berufshaftpflicht für Ber...
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  Information Mapping ist kein Wundermittel, aber ein guter Hebel
Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 21.05.2026, 21:12 - Forum: 📚 Struktur & Verständlichkeit - Keine Antworten

Information Mapping wird immer mal wieder als das eine große Strukturkonzept verkauft. Manchmal von Beratern, die genau diese Methode lizenziert verkaufen. Ich halte nichts von Zaubermitteln. Aber ich halte sehr viel von dem Grundgedanken dahinter.

Der Kern ist simpel: Jeder Informationsblock hat genau eine Aufgabe. Eine Definition, eine Anleitung, eine Begründung, eine Tabelle. Alles in einem Absatz zu vermischen, schadet. Wenn Sie diese Trennung konsequent durchhalten, werden Ihre Texte automatisch besser, auch ohne dass Sie die volle Methode kaufen.

Was Sie davon mitnehmen können, auch ohne Lizenz:

  • Aussagekräftige Zwischenüberschriften, die den Inhalt vorwegnehmen.
  • Kurze Blöcke statt Bleiwüste. Drei bis sieben Zeilen sind eine gute Hausnummer.
  • Listen für Aufzählungen. Tabellen für Vergleiche. Fließtext für Zusammenhänge. Setzen Sie das passende Format ein, statt alles als Fließtext zu schreiben, weil es schnell geht.

Das klingt banal. Wenn ich Bestandsdokumente analysiere, finde ich diese Disziplin trotzdem fast nie. Stattdessen lange Absätze, in denen Definition, Anweisung und Warnhinweis ineinanderfließen. Der Leser muss dann selber heraussortieren, was gerade dran ist. Das ist Ihre Aufgabe, nicht seine.

Welchen Strukturansatz nutzen Sie in Ihrer Redaktion?

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  Berufshaftpflicht für Berater: was ich abgedeckt sehen will
Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 18.05.2026, 20:21 - Forum: 📂 Verwaltung & Rechtliches - Antworten (1)

Eine Frage, die mir am Anfang niemand sauber beantwortet hat: Was deckt eine Berufshaftpflicht für Berater eigentlich konkret ab und was nicht?

Mein Pragmatismus, ausdrücklich ohne Rechtsberatung: Ich will drei Punkte schwarz auf weiß im Vertrag sehen, bevor ich unterschreibe.

  • Vermögensschäden, auch jenseits von Personen- und Sachschäden. Beratung produziert in der Regel Vermögensschäden, also fehlerhafte Empfehlungen mit finanziellen Folgen. Eine reine Betriebshaftpflicht reicht dafür meistens nicht.
  • Tätigkeitsbereich. Wenn im Vertrag „IT-Beratung" steht und Sie machen Technische Dokumentation oder KI-Themen, kann der Versicherer im Schadensfall winken. Die Beschreibung muss zur Realität passen.
  • Auslandsschäden und Subunternehmer. Wer für Konzerne mit Standorten in der EU arbeitet, sollte Geltungsbereich und Mitversicherung von Freelancern prüfen.

Ich lese jeden Vertrag selbst durch, bevor ich abschließe. Bei Unsicherheit gehe ich zu einem unabhängigen Makler. Das ist meine persönliche Praxis und ersetzt keine Rechts- oder Versicherungsberatung.

Wie handhaben Sie das? Haben Sie Berufshaftpflicht und Betriebshaftpflicht getrennt oder kombiniert? Und gab es bei Ihnen schon einmal einen Fall, in dem die Police gegriffen hat oder eben nicht?

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  Wissensmanagement scheitert oben — selten in der Redaktion
Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 13.05.2026, 14:16 - Forum: 📈 Wissensstrategie & Kultur - Antworten (1)

Wenn ich in ein Unternehmen komme, das mit Wissensmanagement kämpft, ist die Diagnose fast immer dieselbe. Die Ursache liegt in der Regel nicht bei Tools, Redakteuren oder der Belegschaft. Sie liegt darin, dass die Geschäftsleitung Wissensmanagement als "Sache der Abteilung" betrachtet und nicht als Unternehmensthema.

Konkret bedeutet das: Es gibt Budget für die Einführung, aber keines für die Pflege. Es gibt keine Rolle, die für die Qualität der Wissensbasis verantwortlich ist. Niemand wird daran gemessen, ob die Inhalte aktuell sind. Und sobald Termindruck herrscht, fällt das Dokumentieren als Erstes raus.

Meine harte Empfehlung: Wenn Ihre Geschäftsleitung nicht bereit ist, eine Rolle mit Verantwortung und Zeit-Budget zu definieren, fangen Sie gar nicht erst mit einem großen Wissensmanagement-Projekt an. Sie verbrennen Geld und vor allem das Vertrauen Ihrer Mitarbeitenden in das nächste Projekt.

Wie haben Sie es geschafft, das Thema auf die Geschäftsleitungs-Agenda zu heben? Mich interessieren konkrete Argumente, die gewirkt haben - keine Buzzwords.

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  Pilotgruppe wählen: weder die Lautesten noch die Stillsten
Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 13.05.2026, 10:36 - Forum: 🧭 Organisationsentwicklung & Change - Antworten (1)

Wer entscheidet bei Ihnen, wer die neue Software zuerst bekommt? Häufig sind das die Lauten — die, die in der Teamsitzung am schnellsten den Finger heben. Manchmal die Stillsten, weil sie ja angeblich "sowieso alles mitmachen". Beides führt in die Irre.

Die Lauten sind oft die, die später am lautesten meckern, wenn etwas nicht reibungslos läuft. Die Stillen sagen nichts und tun nichts — Sie merken erst nach 8 Wochen, dass das System in der Pilotgruppe gar nicht genutzt wurde.

Ich achte in der Pilotgruppe auf drei Dinge: Erstens jemanden, der den Alltagsprozess wirklich beherrscht, also nicht den Werkstudenten. Zweitens jemanden, der bereit ist, Fehler im Tool zu finden und zu melden, statt sie zu umgehen. Drittens jemanden, der im Team Anerkennung genießt — egal in welcher Funktion. Diese Person ist später Ihr Multiplikator.

Wichtig: Der Pilotgruppe muss klar sein, was ihre Aufgabe ist. "Mal ausprobieren" reicht nicht. Schreiben Sie auf, was getestet wird, bis wann, mit welchem Ergebnis. Sonst hängen Sie nach 3 Monaten noch im Pilot und keiner weiß, ob das Tool taugt.

Wie wählen Sie bei sich Pilotnutzer aus — nach Funktion, nach Persönlichkeit, oder nach Lust auf Neues?

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  Der vergessene Schritt vor jeder Automatisierung: aufräumen
Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 09.05.2026, 11:09 - Forum: ⚙️ Prozesse & Automatisierung - Keine Antworten

Eine Beobachtung aus vielen Projekten: wer einen unaufgeräumten Prozess automatisiert, automatisiert das Chaos. Schneller, zuverlässiger, kosteneffizienter, aber immer noch Chaos.

Konkretes Beispiel aus der Technischen Redaktion: ein Kunde wollte die Prüfung von Sicherheitshinweisen automatisieren. Schöne Idee. Beim ersten Blick auf die Daten kam heraus, dass es viele verschiedene Schreibweisen für denselben Hinweis gab. "Warnung", "WARNUNG", "Achtung!", "Hinweis Warnung", "Bitte beachten". Eine regelbasierte Prüfung wäre an dieser Stelle gescheitert, eine KI-basierte hätte teure Token verschwendet, um wieder und wieder dieselbe Variante zu erkennen.

Der richtige Schritt war: 3 Tage Aufräumen. Inventur der Begriffe, Festlegung auf eine Schreibweise, einmaliges Bereinigen des Bestands. Erst danach lief die Automatisierung sauber und zwar mit einer simplen Regel, ganz ohne Magie.

Die alte Regel "Shit in, shit out" gilt für KI wie für No-Code-Tools wie für klassische Scripte. Wer das überspringt, zahlt zweimal: einmal für die Automatisierung, einmal für die Nachbesserung.

Wie viel Zeit kalkulieren Sie in Ihren Projekten für das reine Aufräumen ein, bevor überhaupt automatisiert wird?

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  Mobile Darstellung, Suche, Benachrichtigungen — was fällt Ihnen auf?
Geschrieben von: JSC_Admin - 08.05.2026, 21:46 - Forum: ⚙️ Bugs und Verbesserungen - Antworten (1)

Wir bauen das Forum schrittweise aus und sind dankbar für konkrete Hinweise aus der Praxis. Drei Themen stehen aktuell ganz oben auf unserer Liste, und wir würden uns über Rückmeldungen freuen.

Erstens die mobile Darstellung: Funktionieren Zitate, Listen und Code-Blöcke auf Ihrem Smartphone sauber? Gibt es Stellen, an denen Sie horizontal scrollen müssen oder Schaltflächen schwer treffen?

Zweitens die Suche: Finden Sie Beiträge zuverlässig über Stichworte, oder verlieren sich Treffer in zu vielen Ergebnissen? Wären Filter nach Forum oder Zeitraum für Sie nützlich?

Drittens die Benachrichtigungen: Bekommen Sie zu viele, zu wenige oder die richtigen E-Mails? Soll es eine tägliche Zusammenfassung als Alternative geben?

Bitte antworten Sie hier direkt im Thread mit kurzen, konkreten Beispielen — gern mit Gerät und Browser. Größere Bugs oder Sicherheitsthemen lieber per direkter Nachricht an mich, nicht öffentlich.

Danke vorab, jede Rückmeldung hilft.

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  Subunternehmer im Mittelstand — wo die Grenze sinnvoll liegt
Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 08.05.2026, 11:26 - Forum: 🤝 Partner & Kooperationen - Keine Antworten

Im Mittelstand ist das Thema Subunternehmer in der Technischen Redaktion ein Dauerbrenner. Mal wird ausgelagert, weil intern niemand mehr zu finden ist. Mal wird wieder ins Haus geholt, weil die Qualität der externen Lieferungen nachgelassen hat. Beides hat seine Berechtigung. Und beides wird oft aus den falschen Gründen entschieden.

Mein pragmatischer Blick darauf: Lagern Sie Tätigkeiten aus, die abgeschlossen sind, sich klar beschreiben lassen und nicht das Herz Ihrer Wertschöpfung berühren. Beispiele: Layoutanpassungen für ein bestimmtes Zielformat, einmalige Migrationsarbeiten, ein klar umrissener Sprachenausbau. Was sich schlecht auslagern lässt: inhaltliche Verantwortung für sicherheitsrelevante Informationen, das Verständnis Ihrer Produkte, die Kommunikation mit Konstruktion und Service.

Die Engpass-Frage gilt auch hier. Wenn die Technische Redaktion im Engpass sitzt, verschiebt ein Subunternehmer nur das Problem nach außen. Der Engpass bleibt. Er steht jetzt nur woanders und Sie haben weniger Kontrolle über ihn.

Mein Vorschlag für alle, die gerade überlegen, etwas auszulagern: Schreiben Sie auf, welches Wissen das Haus mit der Auslagerung verliert. Wenn die Liste kurz ist, ist die Auslagerung wahrscheinlich sinnvoll. Wenn die Liste lang ist, sollten Sie noch einmal nachdenken.

Wo ziehen Sie in Ihrem Bereich die Grenze zwischen intern und extern?

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  Das erste Angebot: was rein muss und was Sie weglassen sollten
Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 07.05.2026, 23:11 - Forum: 💼 Vom Experten zum Berater - Antworten (1)

Ich sehe immer wieder dieselben zwei Fehler bei ersten Angeboten: zu viel Methodik-Prosa und zu wenig Klarheit, was der Kunde am Ende in der Hand hat.

Mein Vorschlag für ein erstes Angebot, das wirklich funktioniert:

  • Eine Seite Kontext: was der Kunde Ihnen gesagt hat, in Ihren Worten zurückgespiegelt. Damit zeigen Sie Verständnis und vermeiden, dass später jemand sagt, das sei doch ganz anders gemeint gewesen.
  • Klares Ergebnis: was liegt am Ende auf dem Tisch? Ein Audit-Bericht? Eine Roadmap? Drei Workshop-Tage mit Ergebnisprotokoll? Bleiben Sie hier präzise.
  • Vorgehen in 3 bis 5 Schritten, jeder mit einem konkreten Ergebnis pro Schritt.
  • Was Sie NICHT machen. Klingt seltsam, ist aber Gold wert. Damit ziehen Sie die Grenze, bevor jemand sie verschiebt.
  • Festpreis oder Tagessatz x Tage, klar getrennt von Nebenkosten.

Was ich weglasse: Methoden-Folklore, Tool-Listen, meinen Lebenslauf. Wer mich braucht, weiß schon, warum er fragt. Und am Ende ein Disclaimer, dass Sie sich vorbehalten, das Angebot anzupassen, wenn der Scope sich ändert. Klingt hart, schützt aber beide Seiten.

Was mir bis heute hilft: das Angebot laut vorlesen, bevor es rausgeht. Wenn Sie selbst über eine Formulierung stolpern, wird es der Kunde auch tun.

Wie ist das bei Ihnen, gehen Sie eher auf Festpreis oder Tagessatz, wenn Sie noch wenig Vergleichswerte haben?

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  Beiträge formatieren, Benachrichtigungen einstellen — so geht es
Geschrieben von: JSC_Admin - 06.05.2026, 18:16 - Forum: ❓ Fragen zum Forum - Antworten (1)

Zwei Fragen kommen immer wieder an uns: Wie formatiere ich einen Beitrag sauber, und wie stelle ich ein, dass ich nichts verpasse, ohne dass mein Postfach überläuft? Hier eine kurze Antwort für beides.

Formatierung: Das Forum versteht einfaches BBCode. Mit eckigen Klammern um b machen Sie etwas fett. Mit

  • und
  • erzeugen Sie eine Aufzählung. Mehr brauchen Sie in den meisten Fällen nicht. Wenn Sie Code zeigen wollen, gibt es einen eigenen Tag dafür. Markdown funktioniert hier nicht — bitte verzichten Sie auf Doppelkreuze und Sternchen, das wird sonst nur als Text dargestellt.

    Benachrichtigungen: In Ihrem Profil unter Einstellungen können Sie pro Bereich festlegen, ob Sie über neue Beiträge per Mail informiert werden möchten. Wir empfehlen, das auf die Bereiche zu beschränken, die Sie wirklich interessieren — sonst wird die Mailbox unübersichtlich.

    Falls etwas nicht funktioniert wie beschrieben, ist das vermutlich ein Bug. Melden Sie ihn bitte im entsprechenden Bereich, dann kümmern wir uns darum.

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  Wo sitzt der Engpass wirklich? Drei Fragen, die ich jedem Team stelle
Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 06.05.2026, 10:03 - Forum: ⚙️ Prozesse & Automatisierung - Antworten (1)

Wenn in einem Bereich nichts vorangeht, höre ich meistens: „Wir brauchen mehr Leute." In den allermeisten Fällen stimmt das so nicht. Der Engpass sitzt woanders, und mehr Personal verschiebt den Stau nur an die nächste Stelle.

Ich starte deshalb mit drei Fragen, bevor ich über Automatisierung oder Tools rede:

  • Wo bleiben Aufgaben tatsächlich liegen, gemessen in Tagen, nicht in Gefühlen?
  • Welche Tätigkeit macht der Mitarbeitende, die eine Maschine besser könnte? Und welche macht die Maschine, die ein Mensch besser könnte?
  • Welche Information braucht der nächste Schritt im Prozess, und liegt sie dort vor, wenn sie gebraucht wird?

Danach wird vieles ruhiger. Oft stellt sich heraus, dass die Reihenfolge das Problem ist oder die fehlende Vorbereitung des nächsten Schritts. Ein Beispiel aus meiner Praxis: drei Wochen Rückstand in der Auftragsabwicklung, intern als „Personalproblem" beschrieben. Nach drei Tagen Beobachtung war klar, dass ein erheblicher Anteil der Aufträge unvollständig in die Abwicklung kam und dort mehrfach angefasst wurde, bis sie laufen konnten. Erst die Eingangsprüfung sauber, dann reden wir über mehr Köpfe.

An die Mitlesenden: Wo ist bei Ihnen der erste Verdacht für den Engpass — Eingangsdaten, Tool, Übergabe zwischen Abteilungen oder die Priorisierung?

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