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Datenklassifizierung für ...
Forum: 🔒 IT-Sicherheit & Datenschutz
Letzter Beitrag: JSC_Admin
10.06.2026, 21:40
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Dateinamen sind Metadaten...
Forum: 🧩 Wissensstruktur & Taxonomie
Letzter Beitrag: JSC_Admin
10.06.2026, 15:37
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Doku gegen Wissensverlust...
Forum: 🔁 Wissensweitergabe & Onboarding
Letzter Beitrag: JSC_Admin
10.06.2026, 11:49
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Groß planen, klein starte...
Forum: ⚙️ Prozesse & Automatisierung
Letzter Beitrag: JSC_Admin
09.06.2026, 23:00
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Kleinunternehmerregelung:...
Forum: 📂 Verwaltung & Rechtliches
Letzter Beitrag: Johann Jörgen Schübeler
09.06.2026, 20:05
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Hinweis auf den Blog und ...
Forum: 📢 Ankündigungen & Updates
Letzter Beitrag: Johann Jörgen Schübeler
03.06.2026, 17:30
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Welcher Kaffee läuft bei ...
Forum: 🗨 Smalltalk & Off-Topic
Letzter Beitrag: Johann Jörgen Schübeler
02.06.2026, 13:16
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Berufshaftpflicht für Ber...
Forum: 📂 Verwaltung & Rechtliches
Letzter Beitrag: JSC_Admin
01.06.2026, 22:27
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Wissensmanagement scheite...
Forum: 📈 Wissensstrategie & Kultur
Letzter Beitrag: Johann Jörgen Schübeler
29.05.2026, 22:55
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Word raus, CCMS rein: Die...
Forum: 🛠 Tools & Systeme
Letzter Beitrag: Johann Jörgen Schübeler
27.05.2026, 12:32
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| Dateinamen sind Metadaten — und meistens die schlechtesten |
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Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 09.06.2026, 22:37 - Forum: 🧩 Wissensstruktur & Taxonomie
- Antworten (1)
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Eine kleine Übung, die in jeder Redaktion funktioniert: Lassen Sie sich von einem Mitarbeitenden die letzten 20 abgelegten Dokumente zeigen. Sehen Sie sich die Dateinamen an. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Folgendes finden: - Datum am Anfang, manchmal als 2026-06, manchmal als 13.06.26, manchmal gar nicht
- Initialen des Autors, die niemand außer dem Autor entschlüsseln kann
- Versionsnummern wie _final, _final2, _final_wirklich
- Kundenkürzel, die seit drei Jahren nicht mehr aktuell sind
Das ist gewachsene Taxonomie. Und sie funktioniert solange, wie der Autor an seinem Platz sitzt.
Mein Rat: Bevor Sie über Metadatenfelder in einem CCMS oder DMS diskutieren, klären Sie die Benennungskonvention für Dateien und Ordner. Drei Felder reichen meistens: Datum (ISO 8601), Dokumenttyp, Kurztitel. Wer mehr braucht, hat noch nicht entschieden, was er eigentlich wiederfinden will.
Ich habe noch keine Abteilung gesehen, die mit einer sauberen Benennungskonvention schlechter dastand als mit einer komplexen Metadatenmaske, die niemand pflegt. Wie haben Sie das in Ihrem Team geregelt — gibt es eine schriftliche Konvention, oder läuft das mündlich?
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| Kleinunternehmerregelung: warum ich sie für viele Berater für eine Falle halte |
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Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 09.06.2026, 20:05 - Forum: 📂 Verwaltung & Rechtliches
- Keine Antworten
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Ich werde oft gefragt, ob man als Berater mit Kleinunternehmerregelung nach Paragraf 19 UStG starten soll. Meine persönliche Einschätzung, ausdrücklich keine Steuerberatung: für die meisten ist es eine Falle.
Der Grund ist einfach. Beratungsleistungen gehen überwiegend an Geschäftskunden. Die ziehen die Umsatzsteuer als Vorsteuer ohnehin ab, für sie macht es preislich keinen Unterschied, ob Sie 19 % ausweisen oder nicht. Sie selbst können bei der Kleinunternehmerregelung keine Vorsteuer ziehen. Ein Berater hat Anschaffungen: Laptop, Softwarelizenzen, Reisen, Steuerberaterhonorar, Versicherungen. Da kommt schnell ein vierstelliger Betrag pro Jahr zusammen, den Sie verschenken.
Dazu kommt der psychologische Punkt. Eine Rechnung ohne Umsatzsteuer wirkt im B2B-Umfeld halbprofessionell. Manche Einkäufer fragen nach.
Sinnvoll finde ich die Kleinunternehmerregelung dort, wo die Zielgruppe Privatkunden sind oder das Geschäft klar Liebhaberei mit niedrigem Umsatz bleibt. Für eine ernsthafte Berater-Nebentätigkeit mit B2B-Fokus rate ich davon ab.
Das ist meine Sicht aus der Praxis und ersetzt keinen Steuerrat. Klären Sie das mit einer Steuerberatung, bevor Sie sich festlegen — die Wahl bindet Sie eine Weile.
Wie ist Ihre Erfahrung? Wer hat mit oder ohne Kleinunternehmerregelung gestartet und es später bereut oder gut gefunden?
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| Doku gegen Wissensverlust: lieber das Letzte aktuell als das Dicke vollständig |
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Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 09.06.2026, 11:11 - Forum: 🔁 Wissensweitergabe & Onboarding
- Antworten (1)
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Eine Beobachtung aus vielen Audits: Unternehmen dokumentieren oft sehr ordentlich, was sie vor 10 Jahren entschieden haben. Was letzte Woche entschieden wurde, steht in einer E-Mail, einem Chat oder einer mündlichen Aussage in Halle 3.
Der Wissensverlust passiert nicht beim Renten-Eintritt der erfahrenen Kollegen. Er passiert jeden Freitagnachmittag, wenn niemand die letzten Entscheidungen festhält.
Mein pragmatischer Vorschlag, der überall funktioniert hat, wo ich ihn eingeführt habe:
- Ein gemeinsames Dokument pro Team, kein Wiki, kein Tool-Zauber.
- Jeden Freitag 15 Minuten: Welche Entscheidung haben wir diese Woche getroffen, und warum?
- Drei Sätze pro Punkt reichen.
Nach einem Jahr haben Sie 50 Einträge, die mehr wert sind als jedes 300-Seiten-Handbuch. Denn das Handbuch beschreibt den Idealzustand. Das Freitagsprotokoll erklärt, warum die Realität anders aussieht.
Ich habe noch nie erlebt, dass jemand dieses Protokoll nach 6 Monaten freiwillig aufgegeben hätte. Die Schreibenden merken nämlich, dass sie damit ihre eigene Vergesslichkeit besiegen.
Wo halten Sie heute fest, was Sie letzte Woche entschieden haben?
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| Datenklassifizierung für KI: Drei Schubladen reichen für den Anfang |
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Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 08.06.2026, 10:13 - Forum: 🔒 IT-Sicherheit & Datenschutz
- Antworten (1)
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Viele Unternehmen scheitern an der Vorarbeit, bevor sie überhaupt entscheiden können, welche Daten in welches KI-Tool dürfen. Es gibt schlicht keine Klassifizierung. Alles ist gleich wichtig, alles ist gleich heikel, also wird im Zweifel alles verboten oder alles erlaubt.
Mein Vorschlag für den Mittelstand: Fangen Sie mit drei Schubladen an. Mehr brauchen Sie zunächst nicht.
- Öffentlich: Marketingtexte, freigegebene Datenblätter, alles, was sowieso auf der Website steht. Darf in jedes Tool.
- Intern: Arbeitsanweisungen, allgemeine Korrespondenz, Schulungsunterlagen. Darf in DSGVO-konforme Tools mit Unternehmens-Account und Datenverarbeitungsvereinbarung.
- Vertraulich: Personalakten, Konstruktionszeichnungen vor Marktreife, Lieferantenkonditionen, Kundenstammdaten. Bleibt drinnen, Punkt.
Das ist nicht perfekt, das ist nicht ISO-27001-tauglich. Aber es ist 100-mal besser als nichts. Sie können damit innerhalb von 2 Wochen anfangen, statt 6 Monate auf das große Konzept zu warten.
Groß planen, klein starten. Wer auf die fertige Klassifizierung wartet, bevor er Mitarbeitende einbindet, wird vom Pragmatismus seiner eigenen Kollegen überholt — die nutzen die Tools dann eben ohne Regelwerk.
Hinweis: Das hier ist eine Strukturhilfe und keine Rechtsberatung. Konkrete Einstufungen prüfen Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Haben Sie bereits eine Klassifizierung im Haus, und wenn ja, wie viele Stufen?
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| Word raus, CCMS rein: Die 30-Tage-Falle nach Go-Live |
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Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 27.05.2026, 12:32 - Forum: 🛠 Tools & Systeme
- Keine Antworten
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Sie haben die Migration geschafft, das System steht, die ersten Topics sind im CCMS. Glückwunsch. Und jetzt kommt der Moment, in dem viele Projekte ins Stocken geraten.
Ich nenne das die 30-Tage-Falle. In den ersten Wochen nach Go-Live ist die Versuchung groß, parallel weiter in Word zu arbeiten. Das aktuelle Projekt steht unter Termindruck, die Schulung ist noch nicht für alle durch, das CCMS ist noch ungewohnt. Ein Redakteur für das alte Word-Projekt, der Rest im neuen System. Klingt pragmatisch.
In Wahrheit ist es eine Falle. Sobald Sie zulassen, dass parallel in beiden Welten produktiv gearbeitet wird, haben Sie zwei Wahrheiten. Inhalte driften auseinander, Korrekturen landen mal hier, mal dort, und nach drei Monaten weiß niemand mehr, welche Version die richtige ist.
Meine Empfehlung: Setzen Sie ein hartes Stichtag-Datum. Ab Tag X werden ALLE neuen Dokumente im CCMS angelegt, auch wenn es weh tut. Altdokumente werden in einer geplanten Reihenfolge migriert, nicht nebenher. Dafür brauchen Sie Rückendeckung von der Geschäftsführung, sonst halten Sie das nicht durch.
Wer von Ihnen hat den Umstieg hinter sich? Wie haben Sie das mit den laufenden Projekten gelöst?
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| Groß planen, klein starten — gilt auch für die Automatisierung |
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Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 27.05.2026, 09:31 - Forum: ⚙️ Prozesse & Automatisierung
- Antworten (2)
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Einer der häufigsten Fehler bei Automatisierungsprojekten: Es wird ein halbes Jahr lang ein großes Konzept geschrieben, am Ende ist niemand mehr da, der es umsetzen will, und in der Zwischenzeit hat sich der Prozess sowieso verändert.
Mein Vorgehen geht andersherum. Erst der grobe Zielzustand auf einer Seite — was soll das Unternehmen in 2 bis 3 Jahren können, was es heute nicht kann. Dann ein kleiner, sichtbarer Schritt, der in 2 bis 4 Wochen läuft und auf den Zielzustand einzahlt. Beispiel: Sie wollen langfristig Auftragseingang, Disposition und Dokumentation integriert haben. Der erste Schritt ist dann etwas sehr Konkretes: ein automatisierter Auftragseingang per Mail, der im richtigen Ordner landet und das zuständige Team benachrichtigt. So klein fängt man an, lange bevor man über ein integriertes System nachdenkt. Das spart vielleicht 30 Minuten am Tag, und es zeigt allen, dass es läuft.
Aus dem ersten Schritt lernt das Team mehr über den eigenen Prozess als aus jedem Konzeptpapier. Und Sie haben einen sichtbaren Beweis, dass das Vorhaben echt ist. Ohne diesen Beweis bekommen Sie spätestens beim dritten Lenkungskreis Gegenwind.
Wer von Ihnen hat einen ersten kleinen Schritt im Kopf, traut sich aber nicht ran, weil das große Bild noch fehlt? Schildern Sie ihn gern, dann lässt sich überlegen, wo der Hebel sitzt.
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| Hinweis auf den Blog und den wöchentlichen Newsfeed |
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Geschrieben von: JSC_Admin - 26.05.2026, 19:58 - Forum: 📢 Ankündigungen & Updates
- Antworten (1)
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Damit Sie das Forum nicht als einzige Quelle abklappern müssen, ein kurzer Hinweis auf zwei weitere Kanäle auf schuebeler-consulting.de:
- Im Blog erscheinen dienstags Fachartikel zu Themen wie CCMS, Engpassanalyse, KI-Einsatz und Prozessarbeit. Länger und tiefer als ein Forenpost.
- Sonntags gibt es einen kuratierten Newsfeed mit den wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen KI und Technische Dokumentation. Kurz gehalten und mit eigener Einordnung.
Wer keinen Beitrag verpassen will, kann den Newsletter abonnieren — die Anmeldung ist auf der Webseite verlinkt. Im Forum geht es um Diskussion, Praxisfragen und Erfahrungen. Den Hintergrund dazu liefert der Blog.
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| Lehren aus Digitalisierungsprojekten, die ins Stocken kamen |
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Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 24.05.2026, 22:45 - Forum: 📊 Erfolgreiche Kundenprojekte
- Keine Antworten
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Nicht jedes Projekt läuft glatt. Ich finde es ehrlicher, über das zu schreiben, was hängt, als nur über Erfolgsgeschichten. Drei Muster, die ich immer wieder sehe, wenn ein Digitalisierungsprojekt ins Stocken kommt. Anonymisiert, branchenübergreifend.
Erstens: Es gibt keinen klaren Auftraggeber. Drei Abteilungsleiter haben sich darauf geeinigt, dass man etwas tun müsse. Niemand will die Verantwortung tragen, niemand das Budget verteidigen. Solche Projekte sterben spätestens beim ersten Konflikt. Mein Vorschlag: Wenn niemand das Projekt explizit will, lassen Sie es. Sie sparen sich und allen anderen viel Ärger.
Zweitens: Die Erwartung an KI ist größer als die Datenbasis. Wer von einem Sprachmodell saubere Produktinformationen erwartet, ohne dass sauber strukturierte Quelldaten vorliegen, träumt. Ich habe in dieser Konstellation noch kein KMU gesehen, das ohne Bereinigung der Stammdaten zu brauchbaren KI-Ergebnissen gekommen wäre. Ein Sprachmodell ist eine Verstärkung. Auch eine Verstärkung von Müll.
Drittens: Die Geschäftsleitung ist zu Beginn dabei und dann nicht mehr. Nach drei Monaten ist der Vorstand auf einem anderen Thema, das Projekt verliert Rückendeckung, und die mittlere Ebene hält das Ganze am Leben, bis sie aufgibt. Ohne kontinuierliche Verankerung oben funktioniert keine Veränderung.
Ich lerne aus den hängenden Projekten oft mehr als aus den gelungenen. Was ist Ihr ehrlichster Lerneffekt aus einem Projekt, das nicht so lief wie geplant?
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| Anreize fürs Wissenteilen: Warum Boni meistens nicht funktionieren |
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Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 24.05.2026, 22:35 - Forum: 📈 Wissensstrategie & Kultur
- Keine Antworten
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Mir wird in Beratungsgesprächen oft die Frage gestellt, wie man Mitarbeitende dazu bringt, ihr Wissen zu teilen. Die erste Idee ist fast immer ein Bonus: pro Artikel im Wiki 20 €, pro Kommentar 5 €. Ich kann Ihnen sagen, was dann passiert: Sie bekommen viele kurze Artikel von zweifelhaftem Wert, weil der Anreiz auf Menge optimiert.
Was in meiner Erfahrung wirklich wirkt, sind drei weiche Hebel: Sichtbarkeit, Zuständigkeit, Verbindlichkeit. Sichtbarkeit heißt, dass die Geschäftsführung erkennt und benennt, wer hier liefert, und zwar regelmäßig und beiläufig im Meeting. Zuständigkeit heißt, dass eine Person für ein Themengebiet die Hand hebt und Verantwortung übernimmt; das gibt Stolz und Identität. Verbindlichkeit heißt, dass Wissensteilen Teil der Stellenbeschreibung ist und in der Jahreszielvereinbarung steht, als klare Erwartung.
Wenn Wissensarbeit nur als freiwilliges Extra läuft, wird sie zwischen Tagesgeschäft und Feierabend zerrieben. Wenn sie zur Aufgabe gehört, läuft sie. Wie ist das bei Ihnen geregelt — steht Wissensarbeit irgendwo schriftlich in einer Rolle oder Zielvereinbarung?
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| Welcher Kaffee läuft bei Ihnen am Schreibtisch? |
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Geschrieben von: Johann Jörgen Schübeler - 22.05.2026, 20:43 - Forum: 🗨 Smalltalk & Off-Topic
- Antworten (1)
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Ich gebe zu, das ist kein Beratungsthema. Aber ich beobachte seit Jahren: Die Tasse neben dem Bildschirm sagt einiges darüber aus, wie jemand arbeitet.
Bei mir steht morgens ein doppelter Espresso, schwarz, aus einer alten Siebträgermaschine. Ohne Milchschaum, ohne Sirup. Wenn ich zu einem Kundentermin fahre, fülle ich eine Thermoskanne mit Filterkaffee, weil ich weiß, dass im Konferenzraum spätestens nach dem zweiten Workshop-Kaffee aus der Pad-Maschine die Konzentration kippt.
Mein Eindruck aus über 20 Jahren in Technischen Redaktionen und Werkstätten: Wer seinen Kaffee selbst macht, plant auch seine Woche selbst. Wer den aus dem Automaten zieht, arbeitet eher die Liste ab, die andere ihm hinlegen. Das ist eine Beobachtung aus dem Alltag, keine Bewertung. Beides hat seine Berechtigung.
Was mich interessiert: Wie machen Sie das? Selbst gerührt, im Büro gestellt, überhaupt kein Koffein? Und macht das aus Ihrer Sicht einen Unterschied im Arbeitstag?
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