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Wer im Team braucht Entwicklung — und wer braucht Klarheit?
#1
Bei Veränderungen wird oft pauschal von „Mitarbeiterentwicklung" gesprochen. Ich finde das zu unscharf. In jedem Team, das ich begleite, gibt es grob drei Gruppen, und die brauchen sehr unterschiedliche Dinge.

Die erste Gruppe will sich entwickeln und nimmt Veränderung als Chance. Diese Menschen brauchen Aufgaben, Vertrauen und Spielraum. Wer sie bremst, verliert sie.

Die zweite Gruppe ist neutral. Sie macht ihre Arbeit gut, hat aber keine Lust, die nächste Karrierestufe zu nehmen. Diese Menschen brauchen Klarheit, wie ihre Rolle nach der Veränderung aussieht, und die Sicherheit, dass sie nicht zwangsbeglückt werden. Sie sind oft das Rückgrat der Abteilung. Wer sie übersieht, weil sie nicht laut sind, macht einen teuren Fehler.

Die dritte Gruppe kann oder will sich nicht verändern. „Nicht können" ist der kleine Bruder von „nicht wollen", dahinter steckt fast immer Angst. Hier braucht es ehrliche Einzelgespräche und die Bereitschaft, auch unbequeme Wege zu gehen — andere Aufgaben, Teilzeit, im äußersten Fall Trennung. Das ist Führungsarbeit.

Ich warne ausdrücklich davor, Gruppe 2 und 3 in einen Topf zu werfen. Genau das passiert, wenn Führungskräfte nur mit den Lauten reden. Was hilft Ihnen, in Ihrem Team diese drei Gruppen voneinander zu unterscheiden?
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#2
Falls jemand bei diesem Thema lieber anonym mitdenken oder eine eigene Frage stellen möchte: Im Forum gilt die Sie-Form, Namen Dritter werden bitte nicht genannt. Ein abstrahiertes Beispiel („Mitarbeitende X, seit 10 Jahren im Team, übernimmt seit zwei Jahren keine neuen Aufgaben") reicht für eine sinnvolle Diskussion vollkommen aus.
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