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Terminologiearbeit: Klein anfangen, sonst fangen Sie nie an
#1
Terminologiearbeit ist eines der Themen, die in fast jedem Workshop ganz oben auf der Liste stehen und in fast jedem Projektplan nach hinten rutschen. Der Grund ist immer der gleiche: Man will es richtig machen, plant deshalb ein riesiges Vorhaben mit Datenbank, Workflow, Freigabeprozess, und genau deshalb passiert nichts.

Mein Tipp: Fangen Sie klein an. Eine simple Tabelle in Excel oder in einem geteilten Tool wie Confluence reicht für den Anfang völlig aus. Drei Spalten: deutscher Begriff, englische Entsprechung, kurze Definition oder Verwendungshinweis. Mehr nicht.

Nehmen Sie die 50 Begriffe, die in Ihrer Doku am häufigsten vorkommen, und klären Sie diese. Das alleine bringt mehr Konsistenz als ein halbes Jahr Diskussion über das richtige Termbase-Tool.

Wenn das läuft und akzeptiert ist, können Sie an die nachgelagerten Themen denken. Workflow, Validierung, Integration ins CCMS, Anbindung an die Übersetzungsumgebung. Aber erst dann.

Ich habe in zu vielen Projekten gesehen, wie über Termbase-Architekturen diskutiert wurde, während die Redakteure parallel im Dokument drei verschiedene Begriffe für dasselbe Bauteil nutzten. Diese Reihenfolge ist falsch.

Wie sind Sie eingestiegen, wenn Sie Terminologiearbeit in Ihrem Bereich etabliert haben?
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#2
Forenhinweis: Wenn Sie konkrete Tools oder Anbieter vergleichen wollen, gerne im Tools-Board einen eigenen Thread aufmachen. Hier im Lokalisierungs-Board geht es bewusst um Prozesse und Methoden, dann bleibt die Diskussion für alle nutzbar.
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