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Normale Version: MÜ und Post-Editing: light oder full, das ist die eigentliche Frage
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Maschinelle Übersetzung wird in vielen Häusern eingeführt und dann wundert man sich, dass die Ergebnisse schwanken. Meist liegt es an etwas anderem als der Engine: Niemand hat entschieden, was hinter der MÜ passieren soll.

Ich unterscheide hart zwischen zwei Welten:
  • Light Post-Editing: Sinn muss stimmen, grobe Fehler raus, Stil egal. Geeignet für interne Dokumente, Wissensbasen, Tickets, Recherchezwecke.
  • Full Post-Editing: Lesefluss, Terminologie, Konsistenz, rechtliche Korrektheit. Pflicht bei allem, was an den Markt geht, überall, wo Sicherheit oder Haftung im Spiel ist.

Wer beides mischt, bekommt das Schlechteste aus beiden Welten: zu teuer für den internen Gebrauch, zu unsauber für den externen Auftritt.

Mein Tipp aus der Praxis: Legen Sie pro Dokumenttyp fest, welches Niveau gefordert ist, und schreiben Sie das in die Auftragsbeschreibung an den Dienstleister. "Bitte übersetzen" ist keine Auftragsbeschreibung. "Full Post-Editing nach ISO 18587, Terminologie X verbindlich" schon.

Und bitte: Sicherheitsrelevante Inhalte und Warnhinweise gehen nie in Light. Da sehe ich Engine plus Light-Editing als nicht ausreichend.

Hinweis: Das ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.

Wie haben Sie das in Ihrem Haus geregelt, einheitlich oder von Fall zu Fall?
Sehr guter Punkt mit der Auftragsbeschreibung. Was bei uns half: die Kategorien einmal im Redaktionsleitfaden festhalten und dann an den Dokumenttyp koppeln, nicht an die Tagesform des Projektleiters. Das hat die Reibung mit dem LSP deutlich reduziert.