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Verträge mit Kunden — schlanker Rahmen, klare Grenzen
#1
Auch hier vorweg: Das ist Erfahrungsaustausch und ersetzt keine Rechtsberatung. Eigene Verträge bitte juristisch prüfen lassen, gerade beim Start.

Aus meiner Praxis halte ich wenig von 20-seitigen Rahmenverträgen für kleine Beratungsmandate. Was ich in der Regel sinnvoll finde:
  • Eine schlanke Auftragsbestätigung oder ein Angebot mit Leistungsbeschreibung, Umfang, Zeitraum und Konditionen. Ein Satz pro Punkt reicht oft.
  • Eine NDA-Regelung, wenn der Kunde sensible Informationen teilen muss. Viele Mittelständler haben eigene Vorlagen — das geht meistens schneller als die eigene.
  • Eine Klausel zu Nutzungsrechten an Ergebnissen. Wem gehört das Konzept, das ich schreibe? Wer darf es weitergeben?
  • Eine Haftungsregelung, die zur Honorarhöhe passt. Wer für einen Beratungstag eine unbegrenzte Haftung übernimmt, hat das Risiko nicht verstanden.

Was ich mir abgewöhnt habe: Verträge mit dem Kunden zu „verhandeln", bevor ich verstehe, was er eigentlich braucht. Sobald die Aufgabe klar ist, sortieren sich die meisten Vertragsfragen von selbst. Wenn nicht, passt das Mandat oft ohnehin nicht.

Noch ein praktischer Punkt: Schreiben Sie Annahmen und Mitwirkungspflichten des Kunden auf. „Der Kunde stellt einen Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis bereit" hat mir mehr Ärger erspart als jede Klausel zur Vertragsstrafe.

Wie halten Sie das bei kleinen Mandaten — eigener Vertrag, Kundenvorlage, oder bewusst schlank?

Hinweis: Dieser Beitrag ist Erfahrungsaustausch und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.
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