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Subunternehmer im Mittelstand — wo die Grenze sinnvoll liegt
#1
Im Mittelstand ist das Thema Subunternehmer in der Technischen Redaktion ein Dauerbrenner. Mal wird ausgelagert, weil intern niemand mehr zu finden ist. Mal wird wieder ins Haus geholt, weil die Qualität der externen Lieferungen nachgelassen hat. Beides hat seine Berechtigung. Und beides wird oft aus den falschen Gründen entschieden.

Mein pragmatischer Blick darauf: Lagern Sie Tätigkeiten aus, die abgeschlossen sind, sich klar beschreiben lassen und nicht das Herz Ihrer Wertschöpfung berühren. Beispiele: Layoutanpassungen für ein bestimmtes Zielformat, einmalige Migrationsarbeiten, ein klar umrissener Sprachenausbau. Was sich schlecht auslagern lässt: inhaltliche Verantwortung für sicherheitsrelevante Informationen, das Verständnis Ihrer Produkte, die Kommunikation mit Konstruktion und Service.

Die Engpass-Frage gilt auch hier. Wenn die Technische Redaktion im Engpass sitzt, verschiebt ein Subunternehmer nur das Problem nach außen. Der Engpass bleibt. Er steht jetzt nur woanders und Sie haben weniger Kontrolle über ihn.

Mein Vorschlag für alle, die gerade überlegen, etwas auszulagern: Schreiben Sie auf, welches Wissen das Haus mit der Auslagerung verliert. Wenn die Liste kurz ist, ist die Auslagerung wahrscheinlich sinnvoll. Wenn die Liste lang ist, sollten Sie noch einmal nachdenken.

Wo ziehen Sie in Ihrem Bereich die Grenze zwischen intern und extern?
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Subunternehmer im Mittelstand — wo die Grenze sinnvoll liegt - von Johann Jörgen Schübeler - 08.05.2026, 11:26

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