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Der vergessene Schritt vor jeder Automatisierung: aufräumen
#1
Eine Beobachtung aus vielen Projekten: wer einen unaufgeräumten Prozess automatisiert, automatisiert das Chaos. Schneller, zuverlässiger, kosteneffizienter, aber immer noch Chaos.

Konkretes Beispiel aus der Technischen Redaktion: ein Kunde wollte die Prüfung von Sicherheitshinweisen automatisieren. Schöne Idee. Beim ersten Blick auf die Daten kam heraus, dass es viele verschiedene Schreibweisen für denselben Hinweis gab. "Warnung", "WARNUNG", "Achtung!", "Hinweis Warnung", "Bitte beachten". Eine regelbasierte Prüfung wäre an dieser Stelle gescheitert, eine KI-basierte hätte teure Token verschwendet, um wieder und wieder dieselbe Variante zu erkennen.

Der richtige Schritt war: 3 Tage Aufräumen. Inventur der Begriffe, Festlegung auf eine Schreibweise, einmaliges Bereinigen des Bestands. Erst danach lief die Automatisierung sauber und zwar mit einer simplen Regel, ganz ohne Magie.

Die alte Regel "Shit in, shit out" gilt für KI wie für No-Code-Tools wie für klassische Scripte. Wer das überspringt, zahlt zweimal: einmal für die Automatisierung, einmal für die Nachbesserung.

Wie viel Zeit kalkulieren Sie in Ihren Projekten für das reine Aufräumen ein, bevor überhaupt automatisiert wird?
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Der vergessene Schritt vor jeder Automatisierung: aufräumen - von Johann Jörgen Schübeler - 09.05.2026, 11:09

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