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Mentoring ohne Programm: zwei Stunden pro Woche schlagen jedes Konzept
#1
Es gibt einen verbreiteten Irrtum, dass Mentoring ein Programm braucht. Formulare, Matching, Quartalsziele, Auswertungsbögen. Ich habe noch keinen Mittelständler gesehen, bei dem das langfristig getragen hat.

Was funktioniert: zwei Stunden pro Woche, fest im Kalender, immer mit derselben Person. Mehr nicht.

Die Regeln, die ich Kunden mitgebe:
  • Der Junior bringt die Themen, nicht der Senior.
  • Beide Seiten schreiben am Ende drei Zeilen: Was war heute der Aha-Moment?
  • Niemand bewertet, niemand reportet das nach oben.

Warum funktioniert das? Weil der Druck raus ist und der Lerneffekt rein. Ein Mentor, der vor seiner Geschäftsführung Erfolgsmetriken vorweisen muss, wird unbewusst zum Trainer. Und ein Trainer macht etwas anderes als ein Mentor.

Nach 6 bis 9 Monaten sehen Sie zwei Dinge: Der Junior trifft eigenständigere Entscheidungen, und der Senior beginnt, sein eigenes Wissen zu strukturieren. Letzteres ist der versteckte Bonus, über den niemand redet.

Meine ehrliche Empfehlung: Schaffen Sie das Programm ab und schützen Sie die zwei Stunden.
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Mentoring ohne Programm: zwei Stunden pro Woche schlagen jedes Konzept - von Johann Jörgen Schübeler - 15.01.2026, 21:20

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