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		<title><![CDATA[Forum von Schübeler Consulting - 📈 Wissensstrategie & Kultur]]></title>
		<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/</link>
		<description><![CDATA[Forum von Schübeler Consulting - https://forum.schuebeler-consulting.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 17:42:57 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Anreize fürs Wissenteilen: Warum Boni meistens nicht funktionieren]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-99.html</link>
			<pubDate>Sun, 24 May 2026 21:35:32 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-99.html</guid>
			<description><![CDATA[Mir wird in Beratungsgesprächen oft die Frage gestellt, wie man Mitarbeitende dazu bringt, ihr Wissen zu teilen. Die erste Idee ist fast immer ein Bonus: pro Artikel im Wiki 20 €, pro Kommentar 5 €. Ich kann Ihnen sagen, was dann passiert: Sie bekommen viele kurze Artikel von zweifelhaftem Wert, weil der Anreiz auf Menge optimiert.<br />
<br />
Was in meiner Erfahrung wirklich wirkt, sind drei weiche Hebel: Sichtbarkeit, Zuständigkeit, Verbindlichkeit. Sichtbarkeit heißt, dass die Geschäftsführung erkennt und benennt, wer hier liefert, und zwar regelmäßig und beiläufig im Meeting. Zuständigkeit heißt, dass eine Person für ein Themengebiet die Hand hebt und Verantwortung übernimmt; das gibt Stolz und Identität. Verbindlichkeit heißt, dass Wissensteilen Teil der Stellenbeschreibung ist und in der Jahreszielvereinbarung steht, als klare Erwartung.<br />
<br />
Wenn Wissensarbeit nur als freiwilliges Extra läuft, wird sie zwischen Tagesgeschäft und Feierabend zerrieben. Wenn sie zur Aufgabe gehört, läuft sie. Wie ist das bei Ihnen geregelt — steht Wissensarbeit irgendwo schriftlich in einer Rolle oder Zielvereinbarung?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Mir wird in Beratungsgesprächen oft die Frage gestellt, wie man Mitarbeitende dazu bringt, ihr Wissen zu teilen. Die erste Idee ist fast immer ein Bonus: pro Artikel im Wiki 20 €, pro Kommentar 5 €. Ich kann Ihnen sagen, was dann passiert: Sie bekommen viele kurze Artikel von zweifelhaftem Wert, weil der Anreiz auf Menge optimiert.<br />
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Was in meiner Erfahrung wirklich wirkt, sind drei weiche Hebel: Sichtbarkeit, Zuständigkeit, Verbindlichkeit. Sichtbarkeit heißt, dass die Geschäftsführung erkennt und benennt, wer hier liefert, und zwar regelmäßig und beiläufig im Meeting. Zuständigkeit heißt, dass eine Person für ein Themengebiet die Hand hebt und Verantwortung übernimmt; das gibt Stolz und Identität. Verbindlichkeit heißt, dass Wissensteilen Teil der Stellenbeschreibung ist und in der Jahreszielvereinbarung steht, als klare Erwartung.<br />
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Wenn Wissensarbeit nur als freiwilliges Extra läuft, wird sie zwischen Tagesgeschäft und Feierabend zerrieben. Wenn sie zur Aufgabe gehört, läuft sie. Wie ist das bei Ihnen geregelt — steht Wissensarbeit irgendwo schriftlich in einer Rolle oder Zielvereinbarung?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wissensmanagement scheitert oben — selten in der Redaktion]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-49.html</link>
			<pubDate>Wed, 13 May 2026 13:16:16 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-49.html</guid>
			<description><![CDATA[Wenn ich in ein Unternehmen komme, das mit Wissensmanagement kämpft, ist die Diagnose fast immer dieselbe. Die Ursache liegt in der Regel nicht bei Tools, Redakteuren oder der Belegschaft. Sie liegt darin, dass die Geschäftsleitung Wissensmanagement als "Sache der Abteilung" betrachtet und nicht als Unternehmensthema.<br />
<br />
Konkret bedeutet das: Es gibt Budget für die Einführung, aber keines für die Pflege. Es gibt keine Rolle, die für die Qualität der Wissensbasis verantwortlich ist. Niemand wird daran gemessen, ob die Inhalte aktuell sind. Und sobald Termindruck herrscht, fällt das Dokumentieren als Erstes raus.<br />
<br />
Meine harte Empfehlung: Wenn Ihre Geschäftsleitung nicht bereit ist, eine Rolle mit Verantwortung und Zeit-Budget zu definieren, fangen Sie gar nicht erst mit einem großen Wissensmanagement-Projekt an. Sie verbrennen Geld und vor allem das Vertrauen Ihrer Mitarbeitenden in das nächste Projekt.<br />
<br />
Wie haben Sie es geschafft, das Thema auf die Geschäftsleitungs-Agenda zu heben? Mich interessieren konkrete Argumente, die gewirkt haben - keine Buzzwords.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn ich in ein Unternehmen komme, das mit Wissensmanagement kämpft, ist die Diagnose fast immer dieselbe. Die Ursache liegt in der Regel nicht bei Tools, Redakteuren oder der Belegschaft. Sie liegt darin, dass die Geschäftsleitung Wissensmanagement als "Sache der Abteilung" betrachtet und nicht als Unternehmensthema.<br />
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Konkret bedeutet das: Es gibt Budget für die Einführung, aber keines für die Pflege. Es gibt keine Rolle, die für die Qualität der Wissensbasis verantwortlich ist. Niemand wird daran gemessen, ob die Inhalte aktuell sind. Und sobald Termindruck herrscht, fällt das Dokumentieren als Erstes raus.<br />
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Meine harte Empfehlung: Wenn Ihre Geschäftsleitung nicht bereit ist, eine Rolle mit Verantwortung und Zeit-Budget zu definieren, fangen Sie gar nicht erst mit einem großen Wissensmanagement-Projekt an. Sie verbrennen Geld und vor allem das Vertrauen Ihrer Mitarbeitenden in das nächste Projekt.<br />
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Wie haben Sie es geschafft, das Thema auf die Geschäftsleitungs-Agenda zu heben? Mich interessieren konkrete Argumente, die gewirkt haben - keine Buzzwords.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Fehlerkultur und Wissensmanagement — dasselbe Thema in zwei Anzügen]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-43.html</link>
			<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 09:43:58 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-43.html</guid>
			<description><![CDATA[Wer Wissensmanagement ernst meint, muss Fehlerkultur ernst meinen. Beides hängt zusammen, und ich erlebe immer wieder, dass das eine ohne das andere nicht funktioniert.<br />
<br />
Der Grund ist einfach: Die wertvollsten Inhalte einer Wissensbasis sind die Korrekturen, weniger die Erfolgsstorys. "Wir haben es so versucht, das ging schief, das ist der Grund, so machen wir es jetzt." Genau diese Einträge entstehen nur, wenn Mitarbeitende Fehler offenlegen können, ohne dafür Konsequenzen zu befürchten. In einer Kultur, in der jeder Fehler in der Personalakte landet, schreibt niemand sowas auf. Dann werden Fehler im Gedächtnis einzelner Personen archiviert - und wiederholen sich, sobald diese Personen gehen.<br />
<br />
Damit ich nicht missverstanden werde: Fehler sollen Folgen haben. Die Auseinandersetzung mit dem Fehler muss aber getrennt sein von der Bewertung der Person. Wer das nicht trennt, bekommt eine Hochglanz-Wissensbasis ohne den Teil, der tatsächlich klug macht.<br />
<br />
Mein praktischer Vorschlag: Führen Sie ein Format ein, in dem genau eine Sorte von Einträgen erlaubt ist - "was wir gelernt haben, weil etwas nicht funktioniert hat". Anonymisiert, mit klarer Konsequenz. Wenn dieses Format nach 6 Monaten leer ist, wissen Sie, wie es um Ihre Fehlerkultur steht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wer Wissensmanagement ernst meint, muss Fehlerkultur ernst meinen. Beides hängt zusammen, und ich erlebe immer wieder, dass das eine ohne das andere nicht funktioniert.<br />
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Der Grund ist einfach: Die wertvollsten Inhalte einer Wissensbasis sind die Korrekturen, weniger die Erfolgsstorys. "Wir haben es so versucht, das ging schief, das ist der Grund, so machen wir es jetzt." Genau diese Einträge entstehen nur, wenn Mitarbeitende Fehler offenlegen können, ohne dafür Konsequenzen zu befürchten. In einer Kultur, in der jeder Fehler in der Personalakte landet, schreibt niemand sowas auf. Dann werden Fehler im Gedächtnis einzelner Personen archiviert - und wiederholen sich, sobald diese Personen gehen.<br />
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Damit ich nicht missverstanden werde: Fehler sollen Folgen haben. Die Auseinandersetzung mit dem Fehler muss aber getrennt sein von der Bewertung der Person. Wer das nicht trennt, bekommt eine Hochglanz-Wissensbasis ohne den Teil, der tatsächlich klug macht.<br />
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Mein praktischer Vorschlag: Führen Sie ein Format ein, in dem genau eine Sorte von Einträgen erlaubt ist - "was wir gelernt haben, weil etwas nicht funktioniert hat". Anonymisiert, mit klarer Konsequenz. Wenn dieses Format nach 6 Monaten leer ist, wissen Sie, wie es um Ihre Fehlerkultur steht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wenn der Wissensträger kündigt, ist es zu spät — was vorher hilft]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-80.html</link>
			<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 21:36:30 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-80.html</guid>
			<description><![CDATA[Ein Klassiker im Mittelstand: Eine langjährige Mitarbeiterin geht in Rente, vorher gibt es drei Wochen "Wissensübergabe". In der Praxis heißt das, dass die Nachfolge daneben sitzt, mitschreibt und versucht, in 15 Arbeitstagen aufzusaugen, was in 25 Jahren aufgebaut wurde. Das funktioniert nicht. Das hat noch nie funktioniert.<br />
<br />
Mein Vorschlag, der nichts kostet außer Disziplin: Führen Sie eine 30-Minuten-Wochenroutine ein, in der ein Mitarbeitender eine konkrete Frage aus seinem Aufgabengebiet schriftlich beantwortet. Nicht alles auf einmal, nicht als Großprojekt. Eine Frage pro Woche. Nach einem Jahr haben Sie 40 dokumentierte Sachverhalte pro Person. Nach drei Jahren ist der Kern des Erfahrungswissens schriftlich da.<br />
<br />
Das Schöne daran: Sie merken sofort, wo es klemmt. Wenn jemand eine Frage in 30 Minuten nicht beantworten kann, ist das Wissen entweder nicht da oder so verstreut, dass es niemand außer ihm rekonstruieren könnte. Beides sind Befunde, die Sie kennen wollen, bevor jemand kündigt.<br />
<br />
Wie gehen Sie mit dem Thema um — gibt es bei Ihnen eine laufende Routine, oder erst Hektik beim Ausscheiden?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Klassiker im Mittelstand: Eine langjährige Mitarbeiterin geht in Rente, vorher gibt es drei Wochen "Wissensübergabe". In der Praxis heißt das, dass die Nachfolge daneben sitzt, mitschreibt und versucht, in 15 Arbeitstagen aufzusaugen, was in 25 Jahren aufgebaut wurde. Das funktioniert nicht. Das hat noch nie funktioniert.<br />
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Mein Vorschlag, der nichts kostet außer Disziplin: Führen Sie eine 30-Minuten-Wochenroutine ein, in der ein Mitarbeitender eine konkrete Frage aus seinem Aufgabengebiet schriftlich beantwortet. Nicht alles auf einmal, nicht als Großprojekt. Eine Frage pro Woche. Nach einem Jahr haben Sie 40 dokumentierte Sachverhalte pro Person. Nach drei Jahren ist der Kern des Erfahrungswissens schriftlich da.<br />
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Das Schöne daran: Sie merken sofort, wo es klemmt. Wenn jemand eine Frage in 30 Minuten nicht beantworten kann, ist das Wissen entweder nicht da oder so verstreut, dass es niemand außer ihm rekonstruieren könnte. Beides sind Befunde, die Sie kennen wollen, bevor jemand kündigt.<br />
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Wie gehen Sie mit dem Thema um — gibt es bei Ihnen eine laufende Routine, oder erst Hektik beim Ausscheiden?]]></content:encoded>
		</item>
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