<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Forum von Schübeler Consulting - 🔁 Wissensweitergabe & Onboarding]]></title>
		<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/</link>
		<description><![CDATA[Forum von Schübeler Consulting - https://forum.schuebeler-consulting.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 07:54:36 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Doku gegen Wissensverlust: lieber das Letzte aktuell als das Dicke vollständig]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-101.html</link>
			<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 10:11:05 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-101.html</guid>
			<description><![CDATA[Eine Beobachtung aus vielen Audits: Unternehmen dokumentieren oft sehr ordentlich, was sie vor 10 Jahren entschieden haben. Was letzte Woche entschieden wurde, steht in einer E-Mail, einem Chat oder einer mündlichen Aussage in Halle 3.<br />
<br />
Der Wissensverlust passiert nicht beim Renten-Eintritt der erfahrenen Kollegen. Er passiert jeden Freitagnachmittag, wenn niemand die letzten Entscheidungen festhält.<br />
<br />
Mein pragmatischer Vorschlag, der überall funktioniert hat, wo ich ihn eingeführt habe:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Ein gemeinsames Dokument pro Team, kein Wiki, kein Tool-Zauber.<br />
</li>
<li>Jeden Freitag 15 Minuten: Welche Entscheidung haben wir diese Woche getroffen, und warum?<br />
</li>
<li>Drei Sätze pro Punkt reichen.</li>
</ul>
<br />
Nach einem Jahr haben Sie 50 Einträge, die mehr wert sind als jedes 300-Seiten-Handbuch. Denn das Handbuch beschreibt den Idealzustand. Das Freitagsprotokoll erklärt, warum die Realität anders aussieht.<br />
<br />
Ich habe noch nie erlebt, dass jemand dieses Protokoll nach 6 Monaten freiwillig aufgegeben hätte. Die Schreibenden merken nämlich, dass sie damit ihre eigene Vergesslichkeit besiegen.<br />
<br />
Wo halten Sie heute fest, was Sie letzte Woche entschieden haben?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Beobachtung aus vielen Audits: Unternehmen dokumentieren oft sehr ordentlich, was sie vor 10 Jahren entschieden haben. Was letzte Woche entschieden wurde, steht in einer E-Mail, einem Chat oder einer mündlichen Aussage in Halle 3.<br />
<br />
Der Wissensverlust passiert nicht beim Renten-Eintritt der erfahrenen Kollegen. Er passiert jeden Freitagnachmittag, wenn niemand die letzten Entscheidungen festhält.<br />
<br />
Mein pragmatischer Vorschlag, der überall funktioniert hat, wo ich ihn eingeführt habe:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Ein gemeinsames Dokument pro Team, kein Wiki, kein Tool-Zauber.<br />
</li>
<li>Jeden Freitag 15 Minuten: Welche Entscheidung haben wir diese Woche getroffen, und warum?<br />
</li>
<li>Drei Sätze pro Punkt reichen.</li>
</ul>
<br />
Nach einem Jahr haben Sie 50 Einträge, die mehr wert sind als jedes 300-Seiten-Handbuch. Denn das Handbuch beschreibt den Idealzustand. Das Freitagsprotokoll erklärt, warum die Realität anders aussieht.<br />
<br />
Ich habe noch nie erlebt, dass jemand dieses Protokoll nach 6 Monaten freiwillig aufgegeben hätte. Die Schreibenden merken nämlich, dass sie damit ihre eigene Vergesslichkeit besiegen.<br />
<br />
Wo halten Sie heute fest, was Sie letzte Woche entschieden haben?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nachfolge planen, bevor jemand geht: das stille Übergabe-Tagebuch]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-93.html</link>
			<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 10:07:50 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-93.html</guid>
			<description><![CDATA[Eine Übergabe beginnt nicht zwei Wochen vor dem letzten Arbeitstag. Sie beginnt an dem Tag, an dem jemand eine Aufgabe das erste Mal allein macht.<br />
<br />
Mein Vorschlag aus der Praxis: ein stilles Übergabe-Tagebuch pro Schlüsselrolle. Drei Spalten reichen.<br />
<ul class="mycode_list"><li>Was habe ich heute entschieden, und warum?<br />
</li>
<li>Wen oder was musste ich fragen, damit es funktioniert?<br />
</li>
<li>Was würde ein Nachfolger ohne diese Notiz nie verstehen?</li>
</ul>
<br />
Das Ergebnis ist eine ehrliche Karte der Entscheidungswege. Wer die letzten 12 Monate dieser Karte liest, kennt die Rolle besser als jede Stellenbeschreibung.<br />
<br />
Ich habe in eigenen Mandaten erlebt, dass solche Tagebücher nach drei Monaten freiwillig weitergeführt werden. Warum? Weil die Schreibenden selbst merken, dass sie ihre eigene Arbeit endlich verstehen.<br />
<br />
Einmal pro Quartal lesen Sie als Führungskraft 20 Minuten quer. Sie sehen sofort, wo ein Kopfmonopol entsteht, wo ein Prozess fehlt und wo eine Schulung sinnvoll wäre.<br />
<br />
Meine Frage an Sie: Wer in Ihrem Team führt heute schon so etwas, ohne dass es jemand verlangt hat? Genau diese Person ist meist auch Ihr stillster Wissensträger.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Übergabe beginnt nicht zwei Wochen vor dem letzten Arbeitstag. Sie beginnt an dem Tag, an dem jemand eine Aufgabe das erste Mal allein macht.<br />
<br />
Mein Vorschlag aus der Praxis: ein stilles Übergabe-Tagebuch pro Schlüsselrolle. Drei Spalten reichen.<br />
<ul class="mycode_list"><li>Was habe ich heute entschieden, und warum?<br />
</li>
<li>Wen oder was musste ich fragen, damit es funktioniert?<br />
</li>
<li>Was würde ein Nachfolger ohne diese Notiz nie verstehen?</li>
</ul>
<br />
Das Ergebnis ist eine ehrliche Karte der Entscheidungswege. Wer die letzten 12 Monate dieser Karte liest, kennt die Rolle besser als jede Stellenbeschreibung.<br />
<br />
Ich habe in eigenen Mandaten erlebt, dass solche Tagebücher nach drei Monaten freiwillig weitergeführt werden. Warum? Weil die Schreibenden selbst merken, dass sie ihre eigene Arbeit endlich verstehen.<br />
<br />
Einmal pro Quartal lesen Sie als Führungskraft 20 Minuten quer. Sie sehen sofort, wo ein Kopfmonopol entsteht, wo ein Prozess fehlt und wo eine Schulung sinnvoll wäre.<br />
<br />
Meine Frage an Sie: Wer in Ihrem Team führt heute schon so etwas, ohne dass es jemand verlangt hat? Genau diese Person ist meist auch Ihr stillster Wissensträger.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mentoring ohne Programm: zwei Stunden pro Woche schlagen jedes Konzept]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-74.html</link>
			<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 19:20:06 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-74.html</guid>
			<description><![CDATA[Es gibt einen verbreiteten Irrtum, dass Mentoring ein Programm braucht. Formulare, Matching, Quartalsziele, Auswertungsbögen. Ich habe noch keinen Mittelständler gesehen, bei dem das langfristig getragen hat.<br />
<br />
Was funktioniert: zwei Stunden pro Woche, fest im Kalender, immer mit derselben Person. Mehr nicht.<br />
<br />
Die Regeln, die ich Kunden mitgebe:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Der Junior bringt die Themen, nicht der Senior.<br />
</li>
<li>Beide Seiten schreiben am Ende drei Zeilen: Was war heute der Aha-Moment?<br />
</li>
<li>Niemand bewertet, niemand reportet das nach oben.</li>
</ul>
<br />
Warum funktioniert das? Weil der Druck raus ist und der Lerneffekt rein. Ein Mentor, der vor seiner Geschäftsführung Erfolgsmetriken vorweisen muss, wird unbewusst zum Trainer. Und ein Trainer macht etwas anderes als ein Mentor.<br />
<br />
Nach 6 bis 9 Monaten sehen Sie zwei Dinge: Der Junior trifft eigenständigere Entscheidungen, und der Senior beginnt, sein eigenes Wissen zu strukturieren. Letzteres ist der versteckte Bonus, über den niemand redet.<br />
<br />
Meine ehrliche Empfehlung: Schaffen Sie das Programm ab und schützen Sie die zwei Stunden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es gibt einen verbreiteten Irrtum, dass Mentoring ein Programm braucht. Formulare, Matching, Quartalsziele, Auswertungsbögen. Ich habe noch keinen Mittelständler gesehen, bei dem das langfristig getragen hat.<br />
<br />
Was funktioniert: zwei Stunden pro Woche, fest im Kalender, immer mit derselben Person. Mehr nicht.<br />
<br />
Die Regeln, die ich Kunden mitgebe:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Der Junior bringt die Themen, nicht der Senior.<br />
</li>
<li>Beide Seiten schreiben am Ende drei Zeilen: Was war heute der Aha-Moment?<br />
</li>
<li>Niemand bewertet, niemand reportet das nach oben.</li>
</ul>
<br />
Warum funktioniert das? Weil der Druck raus ist und der Lerneffekt rein. Ein Mentor, der vor seiner Geschäftsführung Erfolgsmetriken vorweisen muss, wird unbewusst zum Trainer. Und ein Trainer macht etwas anderes als ein Mentor.<br />
<br />
Nach 6 bis 9 Monaten sehen Sie zwei Dinge: Der Junior trifft eigenständigere Entscheidungen, und der Senior beginnt, sein eigenes Wissen zu strukturieren. Letzteres ist der versteckte Bonus, über den niemand redet.<br />
<br />
Meine ehrliche Empfehlung: Schaffen Sie das Programm ab und schützen Sie die zwei Stunden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Onboarding-Wiki schlägt Onboarding-Mappe — aber nur, wenn der Neue es selbst pflegt]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-27.html</link>
			<pubDate>Thu, 01 Jan 2026 13:24:48 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-27.html</guid>
			<description><![CDATA[Klassisches Setup: Eine Onboarding-Mappe, gepflegt von HR, alle drei Jahre aktualisiert. Spätestens am dritten Arbeitstag merkt der Neue, dass die Hälfte nicht mehr stimmt - das Tool heißt jetzt anders, der Ansprechpartner ist nicht mehr da, der Prozess wurde umgestellt.<br />
<br />
Ich arbeite anders. Der oder die Neue bekommt am ersten Tag die Aufgabe: "Pflege das Onboarding-Dokument für deine Rolle, während du es selbst durchläufst." Was funktioniert, wird bestätigt. Was nicht stimmt, wird korrigiert. Was fehlt, wird ergänzt. Die nächste Person, die in dieselbe Rolle kommt, hat ein aktuelles Dokument - und der Vorgänger hat eine konkrete erste Lieferung, die echten Mehrwert stiftet.<br />
<br />
Nebeneffekt: Sie sehen schnell, ob jemand strukturiert dokumentieren kann. Diese Fähigkeit wird im Bewerbungsgespräch kaum sichtbar, macht im Alltag aber massiv den Unterschied.<br />
<br />
Wichtige Voraussetzung: Sie brauchen jemanden, der nach 4 Wochen draufschaut und das Dokument abnimmt. Sonst entsteht ein zweites Wiki neben dem ersten. Wie regeln Sie diese Abnahme bei sich?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Klassisches Setup: Eine Onboarding-Mappe, gepflegt von HR, alle drei Jahre aktualisiert. Spätestens am dritten Arbeitstag merkt der Neue, dass die Hälfte nicht mehr stimmt - das Tool heißt jetzt anders, der Ansprechpartner ist nicht mehr da, der Prozess wurde umgestellt.<br />
<br />
Ich arbeite anders. Der oder die Neue bekommt am ersten Tag die Aufgabe: "Pflege das Onboarding-Dokument für deine Rolle, während du es selbst durchläufst." Was funktioniert, wird bestätigt. Was nicht stimmt, wird korrigiert. Was fehlt, wird ergänzt. Die nächste Person, die in dieselbe Rolle kommt, hat ein aktuelles Dokument - und der Vorgänger hat eine konkrete erste Lieferung, die echten Mehrwert stiftet.<br />
<br />
Nebeneffekt: Sie sehen schnell, ob jemand strukturiert dokumentieren kann. Diese Fähigkeit wird im Bewerbungsgespräch kaum sichtbar, macht im Alltag aber massiv den Unterschied.<br />
<br />
Wichtige Voraussetzung: Sie brauchen jemanden, der nach 4 Wochen draufschaut und das Dokument abnimmt. Sonst entsteht ein zweites Wiki neben dem ersten. Wie regeln Sie diese Abnahme bei sich?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kopfmonopole auflösen — die unbequeme Variante, die wirklich wirkt]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-23.html</link>
			<pubDate>Tue, 09 Dec 2025 10:52:53 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-23.html</guid>
			<description><![CDATA[Jedes Unternehmen kennt es: eine Person weiß als einzige, wie ein bestimmtes System läuft, ein Kunde tickt oder eine alte Schnittstelle wirklich konfiguriert ist. Solange das gut geht, geht es gut. Wenn diese Person krank wird, kündigt oder in Rente geht, kostet das richtig Geld.<br />
<br />
Die üblichen Maßnahmen - "dokumentier das mal bitte" - scheitern fast immer. Der Wissensträger hat keine Zeit, sieht den Sinn nicht oder weiß schlicht nicht, was eigentlich Wissen ist und was "normal". Ich gehe anders ran: Ich setze eine zweite Person für 3 Monate als Schatten daneben. Diese zweite Person dokumentiert, fragt nach, macht Fehler und lernt. Der Wissensträger korrigiert.<br />
<br />
Das kostet 30 bis 50 % einer zusätzlichen Stelle für ein Quartal. Das ist viel. Es ist weniger als ein plötzlicher Wissensverlust. Und in 9 von 10 Fällen entstehen dabei Prozessdokumente, die niemand vorher hätte schreiben können, weil der Wissensträger gar nicht wusste, was er alles weiß.<br />
<br />
Kennt jemand Fälle, in denen das nicht funktioniert hat? Mich interessieren die Gegenbeispiele - daraus lerne ich am meisten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Jedes Unternehmen kennt es: eine Person weiß als einzige, wie ein bestimmtes System läuft, ein Kunde tickt oder eine alte Schnittstelle wirklich konfiguriert ist. Solange das gut geht, geht es gut. Wenn diese Person krank wird, kündigt oder in Rente geht, kostet das richtig Geld.<br />
<br />
Die üblichen Maßnahmen - "dokumentier das mal bitte" - scheitern fast immer. Der Wissensträger hat keine Zeit, sieht den Sinn nicht oder weiß schlicht nicht, was eigentlich Wissen ist und was "normal". Ich gehe anders ran: Ich setze eine zweite Person für 3 Monate als Schatten daneben. Diese zweite Person dokumentiert, fragt nach, macht Fehler und lernt. Der Wissensträger korrigiert.<br />
<br />
Das kostet 30 bis 50 % einer zusätzlichen Stelle für ein Quartal. Das ist viel. Es ist weniger als ein plötzlicher Wissensverlust. Und in 9 von 10 Fällen entstehen dabei Prozessdokumente, die niemand vorher hätte schreiben können, weil der Wissensträger gar nicht wusste, was er alles weiß.<br />
<br />
Kennt jemand Fälle, in denen das nicht funktioniert hat? Mich interessieren die Gegenbeispiele - daraus lerne ich am meisten.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>