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		<title><![CDATA[Forum von Schübeler Consulting - 💼 Vom Experten zum Berater ]]></title>
		<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/</link>
		<description><![CDATA[Forum von Schübeler Consulting - https://forum.schuebeler-consulting.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 18:35:58 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Das erste Angebot: was rein muss und was Sie weglassen sollten]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-94.html</link>
			<pubDate>Thu, 07 May 2026 22:11:12 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-94.html</guid>
			<description><![CDATA[Ich sehe immer wieder dieselben zwei Fehler bei ersten Angeboten: zu viel Methodik-Prosa und zu wenig Klarheit, was der Kunde am Ende in der Hand hat.<br />
<br />
Mein Vorschlag für ein erstes Angebot, das wirklich funktioniert:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Eine Seite Kontext: was der Kunde Ihnen gesagt hat, in Ihren Worten zurückgespiegelt. Damit zeigen Sie Verständnis und vermeiden, dass später jemand sagt, das sei doch ganz anders gemeint gewesen.<br />
</li>
<li>Klares Ergebnis: was liegt am Ende auf dem Tisch? Ein Audit-Bericht? Eine Roadmap? Drei Workshop-Tage mit Ergebnisprotokoll? Bleiben Sie hier präzise.<br />
</li>
<li>Vorgehen in 3 bis 5 Schritten, jeder mit einem konkreten Ergebnis pro Schritt.<br />
</li>
<li>Was Sie NICHT machen. Klingt seltsam, ist aber Gold wert. Damit ziehen Sie die Grenze, bevor jemand sie verschiebt.<br />
</li>
<li>Festpreis oder Tagessatz x Tage, klar getrennt von Nebenkosten.<br />
</li>
</ul>
<br />
Was ich weglasse: Methoden-Folklore, Tool-Listen, meinen Lebenslauf. Wer mich braucht, weiß schon, warum er fragt. Und am Ende ein Disclaimer, dass Sie sich vorbehalten, das Angebot anzupassen, wenn der Scope sich ändert. Klingt hart, schützt aber beide Seiten.<br />
<br />
Was mir bis heute hilft: das Angebot laut vorlesen, bevor es rausgeht. Wenn Sie selbst über eine Formulierung stolpern, wird es der Kunde auch tun.<br />
<br />
Wie ist das bei Ihnen, gehen Sie eher auf Festpreis oder Tagessatz, wenn Sie noch wenig Vergleichswerte haben?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich sehe immer wieder dieselben zwei Fehler bei ersten Angeboten: zu viel Methodik-Prosa und zu wenig Klarheit, was der Kunde am Ende in der Hand hat.<br />
<br />
Mein Vorschlag für ein erstes Angebot, das wirklich funktioniert:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Eine Seite Kontext: was der Kunde Ihnen gesagt hat, in Ihren Worten zurückgespiegelt. Damit zeigen Sie Verständnis und vermeiden, dass später jemand sagt, das sei doch ganz anders gemeint gewesen.<br />
</li>
<li>Klares Ergebnis: was liegt am Ende auf dem Tisch? Ein Audit-Bericht? Eine Roadmap? Drei Workshop-Tage mit Ergebnisprotokoll? Bleiben Sie hier präzise.<br />
</li>
<li>Vorgehen in 3 bis 5 Schritten, jeder mit einem konkreten Ergebnis pro Schritt.<br />
</li>
<li>Was Sie NICHT machen. Klingt seltsam, ist aber Gold wert. Damit ziehen Sie die Grenze, bevor jemand sie verschiebt.<br />
</li>
<li>Festpreis oder Tagessatz x Tage, klar getrennt von Nebenkosten.<br />
</li>
</ul>
<br />
Was ich weglasse: Methoden-Folklore, Tool-Listen, meinen Lebenslauf. Wer mich braucht, weiß schon, warum er fragt. Und am Ende ein Disclaimer, dass Sie sich vorbehalten, das Angebot anzupassen, wenn der Scope sich ändert. Klingt hart, schützt aber beide Seiten.<br />
<br />
Was mir bis heute hilft: das Angebot laut vorlesen, bevor es rausgeht. Wenn Sie selbst über eine Formulierung stolpern, wird es der Kunde auch tun.<br />
<br />
Wie ist das bei Ihnen, gehen Sie eher auf Festpreis oder Tagessatz, wenn Sie noch wenig Vergleichswerte haben?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Beratung nebenberuflich starten — wie ich es heute angehen würde]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-44.html</link>
			<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 13:46:02 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-44.html</guid>
			<description><![CDATA[Mich erreichen immer wieder Anfragen von Kolleginnen und Kollegen aus der Technischen Redaktion, die mit dem Gedanken spielen, nebenberuflich zu beraten. Erst mal: das ist eine gute Idee, weil Sie im Hauptjob laufend an echten Problemen arbeiten. Genau diese Praxis ist es, wofür Mittelständler zahlen.<br />
<br />
Mein Rat aus der Erfahrung: Verkaufen Sie zuerst ein klar umrissenes Format. Bei mir war das ganz am Anfang ein Analyse-Tag plus schriftliche Auswertung. Ein Thema, ein Ergebnis, planbarer Aufwand. Alles andere kam später.<br />
<br />
Zwei Dinge, die ich unterschätzt habe:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Die Frage „Was bieten Sie an?" muss in einem Satz beantwortbar sein. Wer drei Minuten redet, hat keine Positionierung.<br />
</li>
<li>Der Hauptjob ist Ihr bester Trainingsplatz. Sie sehen jeden Tag, wo es klemmt — das ist Ihr Themenpool.</li>
</ul>
<br />
Und ein Punkt, den ich allen ans Herz lege, die loslegen wollen: Klären Sie vorher schriftlich mit Ihrem Arbeitgeber, was erlaubt ist (Nebentätigkeitsanzeige, Wettbewerbsklausel, Nutzung von Tools). Hinterher Ärger zu bekommen, ist vermeidbar.<br />
<br />
Wie gehen Sie das Thema an? Haben Sie schon eine Idee, mit welchem Mini-Angebot Sie starten würden?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Mich erreichen immer wieder Anfragen von Kolleginnen und Kollegen aus der Technischen Redaktion, die mit dem Gedanken spielen, nebenberuflich zu beraten. Erst mal: das ist eine gute Idee, weil Sie im Hauptjob laufend an echten Problemen arbeiten. Genau diese Praxis ist es, wofür Mittelständler zahlen.<br />
<br />
Mein Rat aus der Erfahrung: Verkaufen Sie zuerst ein klar umrissenes Format. Bei mir war das ganz am Anfang ein Analyse-Tag plus schriftliche Auswertung. Ein Thema, ein Ergebnis, planbarer Aufwand. Alles andere kam später.<br />
<br />
Zwei Dinge, die ich unterschätzt habe:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Die Frage „Was bieten Sie an?" muss in einem Satz beantwortbar sein. Wer drei Minuten redet, hat keine Positionierung.<br />
</li>
<li>Der Hauptjob ist Ihr bester Trainingsplatz. Sie sehen jeden Tag, wo es klemmt — das ist Ihr Themenpool.</li>
</ul>
<br />
Und ein Punkt, den ich allen ans Herz lege, die loslegen wollen: Klären Sie vorher schriftlich mit Ihrem Arbeitgeber, was erlaubt ist (Nebentätigkeitsanzeige, Wettbewerbsklausel, Nutzung von Tools). Hinterher Ärger zu bekommen, ist vermeidbar.<br />
<br />
Wie gehen Sie das Thema an? Haben Sie schon eine Idee, mit welchem Mini-Angebot Sie starten würden?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vom Angestellten zum Selbständigen: drei Sachen, die mich am meisten überrascht haben]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-88.html</link>
			<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 09:19:00 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-88.html</guid>
			<description><![CDATA[Wenn Sie überlegen, in die Beratung zu wechseln, hier drei Dinge, mit denen ich ehrlich gesagt nicht gerechnet habe.<br />
<br />
Erstens, die Zeit für Akquise. Als Angestellter habe ich Arbeit bekommen. Als Selbständiger muss ich Arbeit holen. Plus Angebot schreiben, plus nachfassen, plus Vertrag, plus Rechnung. Das ist ein zweiter Job neben dem eigentlichen Beratungsjob, und niemand bezahlt Sie dafür. Rechnen Sie damit, dass etwa 30 bis 40 % Ihrer Arbeitszeit nicht abrechenbar sind, gerade am Anfang.<br />
<br />
Zweitens, die Steuer. Erst Einkommensteuer, dann irgendwann Vorauszahlungen, dann Nachzahlungen für das alte Jahr plus erhöhte Vorauszahlungen für das neue Jahr im selben Bescheid. Das hat schon viele Solo-Berater eiskalt erwischt. Legen Sie vom ersten Euro an großzügig zurück. Ein Steuerberater von Anfang an ist Versicherung. Dies ist meine persönliche Erfahrung und ersetzt keine Steuerberatung.<br />
<br />
Drittens, die Einsamkeit. Kein Flurfunk, kein gemeinsamer Kaffee, keine Kollegen, mit denen Sie sich kurz Luft machen können. Das unterschätzt jeder. Suchen Sie sich früh ein Netzwerk, mindestens zwei, drei Leute, mit denen Sie offen sprechen können.<br />
<br />
Was mir der Wechsel gegeben hat, will ich nicht missen. Aber blauäugig sollte man da nicht reinlaufen.<br />
<br />
An die Selbständigen hier: was war Ihre eigene größte Überraschung im ersten Jahr?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn Sie überlegen, in die Beratung zu wechseln, hier drei Dinge, mit denen ich ehrlich gesagt nicht gerechnet habe.<br />
<br />
Erstens, die Zeit für Akquise. Als Angestellter habe ich Arbeit bekommen. Als Selbständiger muss ich Arbeit holen. Plus Angebot schreiben, plus nachfassen, plus Vertrag, plus Rechnung. Das ist ein zweiter Job neben dem eigentlichen Beratungsjob, und niemand bezahlt Sie dafür. Rechnen Sie damit, dass etwa 30 bis 40 % Ihrer Arbeitszeit nicht abrechenbar sind, gerade am Anfang.<br />
<br />
Zweitens, die Steuer. Erst Einkommensteuer, dann irgendwann Vorauszahlungen, dann Nachzahlungen für das alte Jahr plus erhöhte Vorauszahlungen für das neue Jahr im selben Bescheid. Das hat schon viele Solo-Berater eiskalt erwischt. Legen Sie vom ersten Euro an großzügig zurück. Ein Steuerberater von Anfang an ist Versicherung. Dies ist meine persönliche Erfahrung und ersetzt keine Steuerberatung.<br />
<br />
Drittens, die Einsamkeit. Kein Flurfunk, kein gemeinsamer Kaffee, keine Kollegen, mit denen Sie sich kurz Luft machen können. Das unterschätzt jeder. Suchen Sie sich früh ein Netzwerk, mindestens zwei, drei Leute, mit denen Sie offen sprechen können.<br />
<br />
Was mir der Wechsel gegeben hat, will ich nicht missen. Aber blauäugig sollte man da nicht reinlaufen.<br />
<br />
An die Selbständigen hier: was war Ihre eigene größte Überraschung im ersten Jahr?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Selbstzweifel vor dem ersten Mandat: was bei mir wirklich geholfen hat]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-86.html</link>
			<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 12:33:16 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-86.html</guid>
			<description><![CDATA[Ich kenne kaum jemanden, der sein erstes Mandat ohne Bauchschmerzen unterschrieben hat. Ich auch nicht. Das hier hat mir damals geholfen, und ich gebe es heute weiter, wenn mich Kollegen fragen.<br />
<br />
Erstens: Sie werden nie das Gefühl haben, dass Sie 'soweit' sind. Wer auf dieses Gefühl wartet, wartet ewig. Ich habe meinen ersten bezahlten Auftrag angenommen, als ich mich noch unsicher gefühlt habe, und genau dieser Auftrag hat mich kompetent gemacht.<br />
<br />
Zweitens: trennen Sie zwei Dinge. Fachliche Unsicherheit ist real und gehört ernst genommen. Das Hochstapler-Gefühl ist meistens reine Selbstwahrnehmung und verschwindet, sobald Sie liefern. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie gerade fühlen, fragen Sie einen ehrlichen Kollegen, kein Coaching-Buch.<br />
<br />
Drittens: machen Sie das erste Mandat klein. Statt 30 Tage Transformation lieber 2 Tage Analyse mit konkretem Ergebnis. Damit gewinnen Sie Referenz, Lernkurve und Selbstvertrauen, ohne sich zu übernehmen.<br />
<br />
Viertens: ein Mentor ist Gold wert. Jemand, der schon länger draußen ist, mit dem Sie schwierige Situationen vorab durchsprechen können. Bei mir war das jahrelang ein älterer Kollege, der mit 'Ach Quatsch' meine größten Sorgen weggewischt hat. Hat oft gestimmt.<br />
<br />
An die, die schon länger dabei sind: was war Ihr Trick, um die ersten Wochen durchzuhalten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich kenne kaum jemanden, der sein erstes Mandat ohne Bauchschmerzen unterschrieben hat. Ich auch nicht. Das hier hat mir damals geholfen, und ich gebe es heute weiter, wenn mich Kollegen fragen.<br />
<br />
Erstens: Sie werden nie das Gefühl haben, dass Sie 'soweit' sind. Wer auf dieses Gefühl wartet, wartet ewig. Ich habe meinen ersten bezahlten Auftrag angenommen, als ich mich noch unsicher gefühlt habe, und genau dieser Auftrag hat mich kompetent gemacht.<br />
<br />
Zweitens: trennen Sie zwei Dinge. Fachliche Unsicherheit ist real und gehört ernst genommen. Das Hochstapler-Gefühl ist meistens reine Selbstwahrnehmung und verschwindet, sobald Sie liefern. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie gerade fühlen, fragen Sie einen ehrlichen Kollegen, kein Coaching-Buch.<br />
<br />
Drittens: machen Sie das erste Mandat klein. Statt 30 Tage Transformation lieber 2 Tage Analyse mit konkretem Ergebnis. Damit gewinnen Sie Referenz, Lernkurve und Selbstvertrauen, ohne sich zu übernehmen.<br />
<br />
Viertens: ein Mentor ist Gold wert. Jemand, der schon länger draußen ist, mit dem Sie schwierige Situationen vorab durchsprechen können. Bei mir war das jahrelang ein älterer Kollege, der mit 'Ach Quatsch' meine größten Sorgen weggewischt hat. Hat oft gestimmt.<br />
<br />
An die, die schon länger dabei sind: was war Ihr Trick, um die ersten Wochen durchzuhalten?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vom Experten zum Berater — was sich im Kopf ändern muss]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-36.html</link>
			<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 10:03:38 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-36.html</guid>
			<description><![CDATA[Der größte Sprung ist im Kopf. Steuernummer und Website sind Nebenkriegsschauplätze.<br />
<br />
Als Experte werden Sie dafür bezahlt, Aufgaben zu erledigen. Sie liefern Dokumente, Strukturen, Prozesse. Als Berater werden Sie dafür bezahlt, dass jemand eine bessere Entscheidung trifft. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.<br />
<br />
Was das in der Praxis heißt:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Sie müssen aushalten, dass der Kunde Ihrem Rat nicht folgt. Das ist sein gutes Recht.<br />
</li>
<li>Sie müssen lernen, unangenehme Dinge anzusprechen. Wer immer nur freundlich nickt, wird austauschbar.<br />
</li>
<li>Sie müssen aufhören, alles selbst zu machen. Ihr Job ist Befähigung der Mitarbeitenden, nicht deren Stellvertretung.</li>
</ul>
<br />
Ich erinnere mich gut an meine ersten Projekte. Ich habe stundenlang an Folien gefeilt, weil ich beweisen wollte, dass ich „liefere". Was die Kunden aber wirklich wollten, war eine klare Antwort auf eine offene Frage. Die hätte auf einer halben Seite Platz gehabt.<br />
<br />
Wer mit dem Gedanken spielt, in die Beratung zu gehen: Üben Sie das schon im Hauptjob. Geben Sie Empfehlungen ab, mit denen sich jemand entscheiden muss. Dann wissen Sie, ob Sie das wollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der größte Sprung ist im Kopf. Steuernummer und Website sind Nebenkriegsschauplätze.<br />
<br />
Als Experte werden Sie dafür bezahlt, Aufgaben zu erledigen. Sie liefern Dokumente, Strukturen, Prozesse. Als Berater werden Sie dafür bezahlt, dass jemand eine bessere Entscheidung trifft. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.<br />
<br />
Was das in der Praxis heißt:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Sie müssen aushalten, dass der Kunde Ihrem Rat nicht folgt. Das ist sein gutes Recht.<br />
</li>
<li>Sie müssen lernen, unangenehme Dinge anzusprechen. Wer immer nur freundlich nickt, wird austauschbar.<br />
</li>
<li>Sie müssen aufhören, alles selbst zu machen. Ihr Job ist Befähigung der Mitarbeitenden, nicht deren Stellvertretung.</li>
</ul>
<br />
Ich erinnere mich gut an meine ersten Projekte. Ich habe stundenlang an Folien gefeilt, weil ich beweisen wollte, dass ich „liefere". Was die Kunden aber wirklich wollten, war eine klare Antwort auf eine offene Frage. Die hätte auf einer halben Seite Platz gehabt.<br />
<br />
Wer mit dem Gedanken spielt, in die Beratung zu gehen: Üben Sie das schon im Hauptjob. Geben Sie Empfehlungen ab, mit denen sich jemand entscheiden muss. Dann wissen Sie, ob Sie das wollen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Positionierung: lieber spitz und unbequem als breit und beliebig]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-30.html</link>
			<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 08:30:54 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-30.html</guid>
			<description><![CDATA[Ein Muster, das ich oft sehe: Wer in die Beratung geht, schreibt auf die Website fünf Themen, drei Branchen und vier Zielgruppen. Das klingt nach Sicherheit. In Wahrheit verwässert es alles.<br />
<br />
Wenn Sie alles für alle anbieten, sucht der Kunde im Kopf nach einem Spezialisten und findet ihn woanders. Mittelständler kaufen Beratung in der Regel an einem konkreten Schmerz: „Die Doku wird zu spät fertig", „die Übersetzungskosten explodieren", „wir wissen nicht, wie wir KI sinnvoll in der Technischen Redaktion einsetzen". Genau so wird gesucht, und genau so wird beauftragt.<br />
<br />
Mein Vorschlag: Schreiben Sie drei Sätze auf.<br />
<ul class="mycode_list"><li>Für wen arbeite ich? (Branche und Größe, z. B. „Sondermaschinenbau, 50 bis 500 Mitarbeitende")<br />
</li>
<li>Welches Problem löse ich? (ein konkretes, nicht „Digitalisierung")<br />
</li>
<li>Wie sieht das Ergebnis nach 30 Tagen aus? (etwas, das man sehen oder messen kann)</li>
</ul>
<br />
Wenn Sie das nicht hinbekommen, ist die Positionierung noch nicht durch — und ich sage das aus eigener Erfahrung, weil ich am Anfang selbst zu breit unterwegs war.<br />
<br />
Frage in die Runde: Womit würden Sie anfangen, wenn Sie nur ein einziges Problem für eine klar definierte Zielgruppe lösen dürften?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Muster, das ich oft sehe: Wer in die Beratung geht, schreibt auf die Website fünf Themen, drei Branchen und vier Zielgruppen. Das klingt nach Sicherheit. In Wahrheit verwässert es alles.<br />
<br />
Wenn Sie alles für alle anbieten, sucht der Kunde im Kopf nach einem Spezialisten und findet ihn woanders. Mittelständler kaufen Beratung in der Regel an einem konkreten Schmerz: „Die Doku wird zu spät fertig", „die Übersetzungskosten explodieren", „wir wissen nicht, wie wir KI sinnvoll in der Technischen Redaktion einsetzen". Genau so wird gesucht, und genau so wird beauftragt.<br />
<br />
Mein Vorschlag: Schreiben Sie drei Sätze auf.<br />
<ul class="mycode_list"><li>Für wen arbeite ich? (Branche und Größe, z. B. „Sondermaschinenbau, 50 bis 500 Mitarbeitende")<br />
</li>
<li>Welches Problem löse ich? (ein konkretes, nicht „Digitalisierung")<br />
</li>
<li>Wie sieht das Ergebnis nach 30 Tagen aus? (etwas, das man sehen oder messen kann)</li>
</ul>
<br />
Wenn Sie das nicht hinbekommen, ist die Positionierung noch nicht durch — und ich sage das aus eigener Erfahrung, weil ich am Anfang selbst zu breit unterwegs war.<br />
<br />
Frage in die Runde: Womit würden Sie anfangen, wenn Sie nur ein einziges Problem für eine klar definierte Zielgruppe lösen dürften?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wie eng soll die Nische sein? Mein Stresstest für angehende Berater]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-56.html</link>
			<pubDate>Mon, 19 May 2025 13:04:57 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-56.html</guid>
			<description><![CDATA[Ich werde oft gefragt: wie spitz muss meine Positionierung sein, damit es funktioniert? Meine Antwort ist meistens: enger, als Sie denken, aber breit genug, dass Sie morgens noch Lust haben.<br />
<br />
Ich nutze drei Fragen, um eine Positionierung zu prüfen.<br />
<br />
Erstens, der Suchfeld-Test. Wenn ein potenzieller Kunde nachts um halb elf vor seinem Rechner sitzt und sein Problem in Google tippt, welche Worte tippt er? Wenn Ihre Positionierung diese Worte enthält, sind Sie auf dem richtigen Weg. Wenn Sie 'ganzheitliche Begleitung' oder 'strategische Sparringspartnerschaft' anbieten, tippt das niemand.<br />
<br />
Zweitens, der Schmerz-Test. Können Sie in einem Satz benennen, welchen konkreten Schmerz Ihr Kunde hat, und welchen Schaden er hat, wenn er nichts tut? Wenn nicht, ist die Nische zu weich.<br />
<br />
Drittens, der Mund-zu-Mund-Test. Wenn ein zufriedener Kunde Sie weiterempfiehlt, was sagt er über Sie? Wenn der Satz unscharf ist, können Sie selbst nicht klar erklären, was Sie machen, und der nächste Kunde wird genauso unscharf bei Ihnen ankommen.<br />
<br />
Kleiner Praxistipp: schreiben Sie Ihre Positionierung in zwei Sätzen auf, lesen Sie sie Ihrer Schwiegermutter vor und schauen Sie, ob sie es versteht. Wenn nein, sind Sie noch im Berater-Sprech.<br />
<br />
Wie spitz ist Ihre Positionierung im Moment, und woran merken Sie, dass sie trägt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich werde oft gefragt: wie spitz muss meine Positionierung sein, damit es funktioniert? Meine Antwort ist meistens: enger, als Sie denken, aber breit genug, dass Sie morgens noch Lust haben.<br />
<br />
Ich nutze drei Fragen, um eine Positionierung zu prüfen.<br />
<br />
Erstens, der Suchfeld-Test. Wenn ein potenzieller Kunde nachts um halb elf vor seinem Rechner sitzt und sein Problem in Google tippt, welche Worte tippt er? Wenn Ihre Positionierung diese Worte enthält, sind Sie auf dem richtigen Weg. Wenn Sie 'ganzheitliche Begleitung' oder 'strategische Sparringspartnerschaft' anbieten, tippt das niemand.<br />
<br />
Zweitens, der Schmerz-Test. Können Sie in einem Satz benennen, welchen konkreten Schmerz Ihr Kunde hat, und welchen Schaden er hat, wenn er nichts tut? Wenn nicht, ist die Nische zu weich.<br />
<br />
Drittens, der Mund-zu-Mund-Test. Wenn ein zufriedener Kunde Sie weiterempfiehlt, was sagt er über Sie? Wenn der Satz unscharf ist, können Sie selbst nicht klar erklären, was Sie machen, und der nächste Kunde wird genauso unscharf bei Ihnen ankommen.<br />
<br />
Kleiner Praxistipp: schreiben Sie Ihre Positionierung in zwei Sätzen auf, lesen Sie sie Ihrer Schwiegermutter vor und schauen Sie, ob sie es versteht. Wenn nein, sind Sie noch im Berater-Sprech.<br />
<br />
Wie spitz ist Ihre Positionierung im Moment, und woran merken Sie, dass sie trägt?]]></content:encoded>
		</item>
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