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		<title><![CDATA[Forum von Schübeler Consulting - ⚙️ Prozesse & Automatisierung ]]></title>
		<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/</link>
		<description><![CDATA[Forum von Schübeler Consulting - https://forum.schuebeler-consulting.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 20:41:16 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Groß planen, klein starten — gilt auch für die Automatisierung]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-54.html</link>
			<pubDate>Wed, 27 May 2026 08:31:19 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-54.html</guid>
			<description><![CDATA[Einer der häufigsten Fehler bei Automatisierungsprojekten: Es wird ein halbes Jahr lang ein großes Konzept geschrieben, am Ende ist niemand mehr da, der es umsetzen will, und in der Zwischenzeit hat sich der Prozess sowieso verändert.<br />
<br />
Mein Vorgehen geht andersherum. Erst der grobe Zielzustand auf einer Seite — was soll das Unternehmen in 2 bis 3 Jahren können, was es heute nicht kann. Dann ein kleiner, sichtbarer Schritt, der in 2 bis 4 Wochen läuft und auf den Zielzustand einzahlt. Beispiel: Sie wollen langfristig Auftragseingang, Disposition und Dokumentation integriert haben. Der erste Schritt ist dann etwas sehr Konkretes: ein automatisierter Auftragseingang per Mail, der im richtigen Ordner landet und das zuständige Team benachrichtigt. So klein fängt man an, lange bevor man über ein integriertes System nachdenkt. Das spart vielleicht 30 Minuten am Tag, und es zeigt allen, dass es läuft.<br />
<br />
Aus dem ersten Schritt lernt das Team mehr über den eigenen Prozess als aus jedem Konzeptpapier. Und Sie haben einen sichtbaren Beweis, dass das Vorhaben echt ist. Ohne diesen Beweis bekommen Sie spätestens beim dritten Lenkungskreis Gegenwind.<br />
<br />
Wer von Ihnen hat einen ersten kleinen Schritt im Kopf, traut sich aber nicht ran, weil das große Bild noch fehlt? Schildern Sie ihn gern, dann lässt sich überlegen, wo der Hebel sitzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Einer der häufigsten Fehler bei Automatisierungsprojekten: Es wird ein halbes Jahr lang ein großes Konzept geschrieben, am Ende ist niemand mehr da, der es umsetzen will, und in der Zwischenzeit hat sich der Prozess sowieso verändert.<br />
<br />
Mein Vorgehen geht andersherum. Erst der grobe Zielzustand auf einer Seite — was soll das Unternehmen in 2 bis 3 Jahren können, was es heute nicht kann. Dann ein kleiner, sichtbarer Schritt, der in 2 bis 4 Wochen läuft und auf den Zielzustand einzahlt. Beispiel: Sie wollen langfristig Auftragseingang, Disposition und Dokumentation integriert haben. Der erste Schritt ist dann etwas sehr Konkretes: ein automatisierter Auftragseingang per Mail, der im richtigen Ordner landet und das zuständige Team benachrichtigt. So klein fängt man an, lange bevor man über ein integriertes System nachdenkt. Das spart vielleicht 30 Minuten am Tag, und es zeigt allen, dass es läuft.<br />
<br />
Aus dem ersten Schritt lernt das Team mehr über den eigenen Prozess als aus jedem Konzeptpapier. Und Sie haben einen sichtbaren Beweis, dass das Vorhaben echt ist. Ohne diesen Beweis bekommen Sie spätestens beim dritten Lenkungskreis Gegenwind.<br />
<br />
Wer von Ihnen hat einen ersten kleinen Schritt im Kopf, traut sich aber nicht ran, weil das große Bild noch fehlt? Schildern Sie ihn gern, dann lässt sich überlegen, wo der Hebel sitzt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der vergessene Schritt vor jeder Automatisierung: aufräumen]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-96.html</link>
			<pubDate>Sat, 09 May 2026 10:09:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-96.html</guid>
			<description><![CDATA[Eine Beobachtung aus vielen Projekten: wer einen unaufgeräumten Prozess automatisiert, automatisiert das Chaos. Schneller, zuverlässiger, kosteneffizienter, aber immer noch Chaos.<br />
<br />
Konkretes Beispiel aus der Technischen Redaktion: ein Kunde wollte die Prüfung von Sicherheitshinweisen automatisieren. Schöne Idee. Beim ersten Blick auf die Daten kam heraus, dass es viele verschiedene Schreibweisen für denselben Hinweis gab. "Warnung", "WARNUNG", "Achtung!", "Hinweis Warnung", "Bitte beachten". Eine regelbasierte Prüfung wäre an dieser Stelle gescheitert, eine KI-basierte hätte teure Token verschwendet, um wieder und wieder dieselbe Variante zu erkennen.<br />
<br />
Der richtige Schritt war: 3 Tage Aufräumen. Inventur der Begriffe, Festlegung auf eine Schreibweise, einmaliges Bereinigen des Bestands. Erst danach lief die Automatisierung sauber und zwar mit einer simplen Regel, ganz ohne Magie.<br />
<br />
Die alte Regel "Shit in, shit out" gilt für KI wie für No-Code-Tools wie für klassische Scripte. Wer das überspringt, zahlt zweimal: einmal für die Automatisierung, einmal für die Nachbesserung.<br />
<br />
Wie viel Zeit kalkulieren Sie in Ihren Projekten für das reine Aufräumen ein, bevor überhaupt automatisiert wird?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Beobachtung aus vielen Projekten: wer einen unaufgeräumten Prozess automatisiert, automatisiert das Chaos. Schneller, zuverlässiger, kosteneffizienter, aber immer noch Chaos.<br />
<br />
Konkretes Beispiel aus der Technischen Redaktion: ein Kunde wollte die Prüfung von Sicherheitshinweisen automatisieren. Schöne Idee. Beim ersten Blick auf die Daten kam heraus, dass es viele verschiedene Schreibweisen für denselben Hinweis gab. "Warnung", "WARNUNG", "Achtung!", "Hinweis Warnung", "Bitte beachten". Eine regelbasierte Prüfung wäre an dieser Stelle gescheitert, eine KI-basierte hätte teure Token verschwendet, um wieder und wieder dieselbe Variante zu erkennen.<br />
<br />
Der richtige Schritt war: 3 Tage Aufräumen. Inventur der Begriffe, Festlegung auf eine Schreibweise, einmaliges Bereinigen des Bestands. Erst danach lief die Automatisierung sauber und zwar mit einer simplen Regel, ganz ohne Magie.<br />
<br />
Die alte Regel "Shit in, shit out" gilt für KI wie für No-Code-Tools wie für klassische Scripte. Wer das überspringt, zahlt zweimal: einmal für die Automatisierung, einmal für die Nachbesserung.<br />
<br />
Wie viel Zeit kalkulieren Sie in Ihren Projekten für das reine Aufräumen ein, bevor überhaupt automatisiert wird?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wo sitzt der Engpass wirklich? Drei Fragen, die ich jedem Team stelle]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-46.html</link>
			<pubDate>Wed, 06 May 2026 09:03:36 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-46.html</guid>
			<description><![CDATA[Wenn in einem Bereich nichts vorangeht, höre ich meistens: „Wir brauchen mehr Leute." In den allermeisten Fällen stimmt das so nicht. Der Engpass sitzt woanders, und mehr Personal verschiebt den Stau nur an die nächste Stelle.<br />
<br />
Ich starte deshalb mit drei Fragen, bevor ich über Automatisierung oder Tools rede:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Wo bleiben Aufgaben tatsächlich liegen, gemessen in Tagen, nicht in Gefühlen?<br />
</li>
<li>Welche Tätigkeit macht der Mitarbeitende, die eine Maschine besser könnte? Und welche macht die Maschine, die ein Mensch besser könnte?<br />
</li>
<li>Welche Information braucht der nächste Schritt im Prozess, und liegt sie dort vor, wenn sie gebraucht wird?</li>
</ul>
<br />
Danach wird vieles ruhiger. Oft stellt sich heraus, dass die Reihenfolge das Problem ist oder die fehlende Vorbereitung des nächsten Schritts. Ein Beispiel aus meiner Praxis: drei Wochen Rückstand in der Auftragsabwicklung, intern als „Personalproblem" beschrieben. Nach drei Tagen Beobachtung war klar, dass ein erheblicher Anteil der Aufträge unvollständig in die Abwicklung kam und dort mehrfach angefasst wurde, bis sie laufen konnten. Erst die Eingangsprüfung sauber, dann reden wir über mehr Köpfe.<br />
<br />
An die Mitlesenden: Wo ist bei Ihnen der erste Verdacht für den Engpass — Eingangsdaten, Tool, Übergabe zwischen Abteilungen oder die Priorisierung?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn in einem Bereich nichts vorangeht, höre ich meistens: „Wir brauchen mehr Leute." In den allermeisten Fällen stimmt das so nicht. Der Engpass sitzt woanders, und mehr Personal verschiebt den Stau nur an die nächste Stelle.<br />
<br />
Ich starte deshalb mit drei Fragen, bevor ich über Automatisierung oder Tools rede:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Wo bleiben Aufgaben tatsächlich liegen, gemessen in Tagen, nicht in Gefühlen?<br />
</li>
<li>Welche Tätigkeit macht der Mitarbeitende, die eine Maschine besser könnte? Und welche macht die Maschine, die ein Mensch besser könnte?<br />
</li>
<li>Welche Information braucht der nächste Schritt im Prozess, und liegt sie dort vor, wenn sie gebraucht wird?</li>
</ul>
<br />
Danach wird vieles ruhiger. Oft stellt sich heraus, dass die Reihenfolge das Problem ist oder die fehlende Vorbereitung des nächsten Schritts. Ein Beispiel aus meiner Praxis: drei Wochen Rückstand in der Auftragsabwicklung, intern als „Personalproblem" beschrieben. Nach drei Tagen Beobachtung war klar, dass ein erheblicher Anteil der Aufträge unvollständig in die Abwicklung kam und dort mehrfach angefasst wurde, bis sie laufen konnten. Erst die Eingangsprüfung sauber, dann reden wir über mehr Köpfe.<br />
<br />
An die Mitlesenden: Wo ist bei Ihnen der erste Verdacht für den Engpass — Eingangsdaten, Tool, Übergabe zwischen Abteilungen oder die Priorisierung?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Theory of Constraints im Büro: warum Sie den Engpass nicht entlasten dürfen]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-84.html</link>
			<pubDate>Mon, 02 Mar 2026 13:01:25 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=1">JSC_Admin</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-84.html</guid>
			<description><![CDATA[Ein Punkt aus Theory of Constraints, den ich in der Praxis oft missverstanden sehe: Sobald der Engpass identifiziert ist, will jeder ihn entlasten. Mehr Personal, mehr Tools, mehr Pufferzeit. Goldratt sagt etwas anderes: der Engpass muss zuerst ausgelastet werden, dann ihm untergeordnet, erst dann erhöht.<br />
<br />
Konkret im Büro: wenn die Qualitätsprüfung der Engpass ist, hilft es nicht, sie mit drei Hilfskräften zu entlasten. Das verschiebt das Problem nur. Sinnvoller: erst prüfen, ob die QS überhaupt mit der richtigen Arbeit beschäftigt ist. Liegen Dokumente unsortiert vor? Werden Dinge geprüft, die schon einmal geprüft wurden? Gibt es Wartezeiten auf Rückfragen, die niemand erfasst?<br />
<br />
Ich habe das selbst mehrmals erlebt: nach 2 Wochen Beobachtung der QS hat sich der scheinbare Personalbedarf halbiert. Es wurde nicht schneller gearbeitet. Die QS hat endlich das getan, was nur die QS tun kann.<br />
<br />
Die unbequeme Konsequenz: Sie müssen die Arbeit der Engpass-Abteilung erst aufräumen, bevor Sie über Aufstockung reden. Das ist politisch unangenehm, weil es nach Kritik klingt.<br />
<br />
Wie gehen Sie damit um, wenn der Engpass auch der lauteste Sprecher im Unternehmen ist?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Punkt aus Theory of Constraints, den ich in der Praxis oft missverstanden sehe: Sobald der Engpass identifiziert ist, will jeder ihn entlasten. Mehr Personal, mehr Tools, mehr Pufferzeit. Goldratt sagt etwas anderes: der Engpass muss zuerst ausgelastet werden, dann ihm untergeordnet, erst dann erhöht.<br />
<br />
Konkret im Büro: wenn die Qualitätsprüfung der Engpass ist, hilft es nicht, sie mit drei Hilfskräften zu entlasten. Das verschiebt das Problem nur. Sinnvoller: erst prüfen, ob die QS überhaupt mit der richtigen Arbeit beschäftigt ist. Liegen Dokumente unsortiert vor? Werden Dinge geprüft, die schon einmal geprüft wurden? Gibt es Wartezeiten auf Rückfragen, die niemand erfasst?<br />
<br />
Ich habe das selbst mehrmals erlebt: nach 2 Wochen Beobachtung der QS hat sich der scheinbare Personalbedarf halbiert. Es wurde nicht schneller gearbeitet. Die QS hat endlich das getan, was nur die QS tun kann.<br />
<br />
Die unbequeme Konsequenz: Sie müssen die Arbeit der Engpass-Abteilung erst aufräumen, bevor Sie über Aufstockung reden. Das ist politisch unangenehm, weil es nach Kritik klingt.<br />
<br />
Wie gehen Sie damit um, wenn der Engpass auch der lauteste Sprecher im Unternehmen ist?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[No-Code im Mittelstand: Wo es trägt, wo es bricht]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-31.html</link>
			<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 13:52:29 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-31.html</guid>
			<description><![CDATA[Ich werde oft gefragt, ob No-Code-Plattformen wie n8n, Make oder Power Automate im Mittelstand wirklich tragen. Meine ehrliche Antwort: Ja, mit Grenzen. Sie sind hervorragend für Klebearbeit zwischen Systemen, die sich sonst nie unterhalten würden — etwa Formularzulauf in ein CRM, Mailbenachrichtigung bei einem bestimmten Eingang, regelmäßige Reports aus mehreren Datenquellen.<br />
<br />
Schwierig wird es, sobald der Prozess eine echte fachliche Logik hat oder unter Last steht. Sobald ein Workflow geschäftskritisch ist, brauchen Sie Monitoring, Fehlerbehandlung, Versionsstände und eine Person, die im Zweifel weiß, was drinsteckt. Ein No-Code-Workflow, den vor zwei Jahren ein Werkstudent gebaut hat und den heute niemand mehr versteht, ist eine Zeitbombe. Genau das habe ich mehr als einmal aufräumen müssen.<br />
<br />
Meine pragmatische Faustregel: Bauen Sie damit ruhig schnell und sichtbar etwas, das Ihnen sofort Zeit spart. Dokumentieren Sie es kurz (Zweck, Trigger, Owner, was tun bei Fehler) und prüfen Sie es jährlich. Je näher der Workflow an Geld, Compliance oder Sicherheit kommt, desto eher gehört er in eine eigenständige Anwendung mit klarer Verantwortung.<br />
<br />
Was läuft bei Ihnen über solche Plattformen, und an welcher Stelle ist Ihnen das schon mal um die Ohren geflogen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich werde oft gefragt, ob No-Code-Plattformen wie n8n, Make oder Power Automate im Mittelstand wirklich tragen. Meine ehrliche Antwort: Ja, mit Grenzen. Sie sind hervorragend für Klebearbeit zwischen Systemen, die sich sonst nie unterhalten würden — etwa Formularzulauf in ein CRM, Mailbenachrichtigung bei einem bestimmten Eingang, regelmäßige Reports aus mehreren Datenquellen.<br />
<br />
Schwierig wird es, sobald der Prozess eine echte fachliche Logik hat oder unter Last steht. Sobald ein Workflow geschäftskritisch ist, brauchen Sie Monitoring, Fehlerbehandlung, Versionsstände und eine Person, die im Zweifel weiß, was drinsteckt. Ein No-Code-Workflow, den vor zwei Jahren ein Werkstudent gebaut hat und den heute niemand mehr versteht, ist eine Zeitbombe. Genau das habe ich mehr als einmal aufräumen müssen.<br />
<br />
Meine pragmatische Faustregel: Bauen Sie damit ruhig schnell und sichtbar etwas, das Ihnen sofort Zeit spart. Dokumentieren Sie es kurz (Zweck, Trigger, Owner, was tun bei Fehler) und prüfen Sie es jährlich. Je näher der Workflow an Geld, Compliance oder Sicherheit kommt, desto eher gehört er in eine eigenständige Anwendung mit klarer Verantwortung.<br />
<br />
Was läuft bei Ihnen über solche Plattformen, und an welcher Stelle ist Ihnen das schon mal um die Ohren geflogen?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wann Automatisierung sich nicht lohnt: drei ehrliche Fälle]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-68.html</link>
			<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 08:55:50 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-68.html</guid>
			<description><![CDATA[Ich werde häufig gefragt, wie man entscheidet, ob ein Prozess automatisiert werden soll. Die ehrlichere Frage ist: wann lohnt es sich definitiv nicht? Drei Fälle aus meiner Praxis.<br />
<br />
Erstens: der Prozess läuft 4 Mal im Jahr. Klingt offensichtlich, wird trotzdem regelmäßig ignoriert. Wenn die Einrichtung 3 Tage dauert und der Prozess pro Lauf 20 Minuten spart, dann sind Sie nach 22 Jahren am Break-Even. Ich übertreibe, aber Sie verstehen das Prinzip.<br />
<br />
Zweitens: der Prozess ändert sich ständig. Vertriebsprozesse bei kleinen Mittelständlern sind oft so. Heute läuft die Freigabe über den Chef, morgen über den Vertriebsleiter, nächste Woche ist der Vertriebsleiter krank. Eine fest verdrahtete Automatisierung wird dann zum täglichen Bremsklotz.<br />
<br />
Drittens: die Daten am Eingang sind Müll. Wenn 30 % der Bestellungen unvollständig oder widersprüchlich ankommen, wird die Automatisierung jeden Tag stehen bleiben und einen Menschen rufen. Sie haben dann das Schlechteste aus zwei Welten: Mehrarbeit für den Menschen plus Wartung für das System.<br />
<br />
Meine Faustregel: vor jeder Automatisierung 4 Wochen lang den Prozess sauber dokumentieren und die Eingangsdaten messen. Wenn sich beides nicht stabilisieren lässt, ist Automatisierung der falsche Hebel.<br />
<br />
Welche Fälle haben Sie schon erlebt, bei denen Sie eine Automatisierung wieder zurückgebaut haben?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich werde häufig gefragt, wie man entscheidet, ob ein Prozess automatisiert werden soll. Die ehrlichere Frage ist: wann lohnt es sich definitiv nicht? Drei Fälle aus meiner Praxis.<br />
<br />
Erstens: der Prozess läuft 4 Mal im Jahr. Klingt offensichtlich, wird trotzdem regelmäßig ignoriert. Wenn die Einrichtung 3 Tage dauert und der Prozess pro Lauf 20 Minuten spart, dann sind Sie nach 22 Jahren am Break-Even. Ich übertreibe, aber Sie verstehen das Prinzip.<br />
<br />
Zweitens: der Prozess ändert sich ständig. Vertriebsprozesse bei kleinen Mittelständlern sind oft so. Heute läuft die Freigabe über den Chef, morgen über den Vertriebsleiter, nächste Woche ist der Vertriebsleiter krank. Eine fest verdrahtete Automatisierung wird dann zum täglichen Bremsklotz.<br />
<br />
Drittens: die Daten am Eingang sind Müll. Wenn 30 % der Bestellungen unvollständig oder widersprüchlich ankommen, wird die Automatisierung jeden Tag stehen bleiben und einen Menschen rufen. Sie haben dann das Schlechteste aus zwei Welten: Mehrarbeit für den Menschen plus Wartung für das System.<br />
<br />
Meine Faustregel: vor jeder Automatisierung 4 Wochen lang den Prozess sauber dokumentieren und die Eingangsdaten messen. Wenn sich beides nicht stabilisieren lässt, ist Automatisierung der falsche Hebel.<br />
<br />
Welche Fälle haben Sie schon erlebt, bei denen Sie eine Automatisierung wieder zurückgebaut haben?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Excel ist ein Prozess-Riss, kein Werkzeug]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-60.html</link>
			<pubDate>Wed, 09 Jul 2025 20:00:07 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-60.html</guid>
			<description><![CDATA[Eine unbequeme Beobachtung: in vielen mittelständischen Betrieben wird Excel als Werkzeug behandelt. Tatsächlich ist es ein Symptom. Wo Excel-Tabellen wandern, fehlt eine Schnittstelle. Wo Makros wachsen, ist ein Prozess nicht abgebildet. Wo Excel-Versionen mit Datum im Dateinamen existieren, fehlt eine Versionierung im führenden System.<br />
<br />
Ich sage damit ausdrücklich nicht, dass Excel schlecht ist. Es ist hervorragend für Ad-hoc-Analysen, für Modellierung, für schnelles Rechnen. Für wiederkehrende Geschäftsprozesse als Produktivsystem taugt es allerdings wenig.<br />
<br />
Meine Heuristik bei Kundenbesuchen: ich frage nicht nach Tools, ich frage nach Excel-Dateien. Wer welche pflegt, wer sie speichert, wer sie verschickt. Aus der Antwort lese ich oft mehr über den realen Prozess heraus als aus jedem Prozessdiagramm im QM-Handbuch.<br />
<br />
Ein konkreter Hebel: zählen Sie einmal, wie viele aktiv genutzte Excel-Dateien Ihre Abteilung pro Woche bewegt. Bei 5 Mitarbeitenden sind 30 keine Seltenheit. Jede dieser Dateien ist ein potenzielles Automatisierungs- oder Konsolidierungsthema. Nicht alle 30, aber die 3 bis 5 schmerzhaftesten.<br />
<br />
Welche Excel-Datei in Ihrem Bereich würden Sie als erste loswerden, wenn Sie freie Hand hätten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine unbequeme Beobachtung: in vielen mittelständischen Betrieben wird Excel als Werkzeug behandelt. Tatsächlich ist es ein Symptom. Wo Excel-Tabellen wandern, fehlt eine Schnittstelle. Wo Makros wachsen, ist ein Prozess nicht abgebildet. Wo Excel-Versionen mit Datum im Dateinamen existieren, fehlt eine Versionierung im führenden System.<br />
<br />
Ich sage damit ausdrücklich nicht, dass Excel schlecht ist. Es ist hervorragend für Ad-hoc-Analysen, für Modellierung, für schnelles Rechnen. Für wiederkehrende Geschäftsprozesse als Produktivsystem taugt es allerdings wenig.<br />
<br />
Meine Heuristik bei Kundenbesuchen: ich frage nicht nach Tools, ich frage nach Excel-Dateien. Wer welche pflegt, wer sie speichert, wer sie verschickt. Aus der Antwort lese ich oft mehr über den realen Prozess heraus als aus jedem Prozessdiagramm im QM-Handbuch.<br />
<br />
Ein konkreter Hebel: zählen Sie einmal, wie viele aktiv genutzte Excel-Dateien Ihre Abteilung pro Woche bewegt. Bei 5 Mitarbeitenden sind 30 keine Seltenheit. Jede dieser Dateien ist ein potenzielles Automatisierungs- oder Konsolidierungsthema. Nicht alle 30, aber die 3 bis 5 schmerzhaftesten.<br />
<br />
Welche Excel-Datei in Ihrem Bereich würden Sie als erste loswerden, wenn Sie freie Hand hätten?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Schnittstellen verschwinden nicht, sie wandern nur]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-58.html</link>
			<pubDate>Fri, 06 Jun 2025 11:17:15 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-58.html</guid>
			<description><![CDATA[Wenn ich in Mittelstandsbetriebe komme, höre ich oft den Satz: "Mit dem neuen System haben wir endlich keine Schnittstellen mehr." Das stimmt selten. Was tatsächlich passiert: die Schnittstelle wandert. Vom ERP in die Excel-Brücke des Vertriebs. Vom CRM in die Outlook-Regel eines Kollegen. Vom Warenwirtschaftssystem in das Kopf-Wissen einer Sachbearbeiterin, die seit Jahren weiß, welcher Auftrag in welche Ablage gehört.<br />
<br />
Das ist gefährlich, weil diese verlagerten Schnittstellen unsichtbar sind. Sie tauchen in keiner Architektur-Skizze auf. Sie fallen erst auf, wenn die Sachbearbeiterin in Urlaub geht und plötzlich Aufträge liegen bleiben.<br />
<br />
Mein Vorgehen: Wenn ein Tool eingeführt wird, lasse ich die beteiligten Mitarbeitenden 2 Wochen lang eine Strichliste führen. Jedes Mal, wenn sie Daten manuell von A nach B tragen, ein Strich. Das Ergebnis ist oft ernüchternd. Aus den dokumentierten Schnittstellen werden in der Praxis deutlich mehr.<br />
<br />
Erst diese Liste ist die Grundlage für eine sinnvolle Automatisierung. Vorher automatisieren Sie ein Bild, das nicht der Realität entspricht.<br />
<br />
Wie ermitteln Sie Ihre tatsächlichen Schnittstellen? Schätzung, Workshop oder mitlaufendes Tagebuch?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn ich in Mittelstandsbetriebe komme, höre ich oft den Satz: "Mit dem neuen System haben wir endlich keine Schnittstellen mehr." Das stimmt selten. Was tatsächlich passiert: die Schnittstelle wandert. Vom ERP in die Excel-Brücke des Vertriebs. Vom CRM in die Outlook-Regel eines Kollegen. Vom Warenwirtschaftssystem in das Kopf-Wissen einer Sachbearbeiterin, die seit Jahren weiß, welcher Auftrag in welche Ablage gehört.<br />
<br />
Das ist gefährlich, weil diese verlagerten Schnittstellen unsichtbar sind. Sie tauchen in keiner Architektur-Skizze auf. Sie fallen erst auf, wenn die Sachbearbeiterin in Urlaub geht und plötzlich Aufträge liegen bleiben.<br />
<br />
Mein Vorgehen: Wenn ein Tool eingeführt wird, lasse ich die beteiligten Mitarbeitenden 2 Wochen lang eine Strichliste führen. Jedes Mal, wenn sie Daten manuell von A nach B tragen, ein Strich. Das Ergebnis ist oft ernüchternd. Aus den dokumentierten Schnittstellen werden in der Praxis deutlich mehr.<br />
<br />
Erst diese Liste ist die Grundlage für eine sinnvolle Automatisierung. Vorher automatisieren Sie ein Bild, das nicht der Realität entspricht.<br />
<br />
Wie ermitteln Sie Ihre tatsächlichen Schnittstellen? Schätzung, Workshop oder mitlaufendes Tagebuch?]]></content:encoded>
		</item>
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