<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Forum von Schübeler Consulting - 🌍 Internationalisierung & Lokalisierung ]]></title>
		<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/</link>
		<description><![CDATA[Forum von Schübeler Consulting - https://forum.schuebeler-consulting.de]]></description>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 08:03:34 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Schreiben für Übersetzung: Was Ihre Quelltexte ausgeben werden]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-40.html</link>
			<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 21:50:34 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-40.html</guid>
			<description><![CDATA[Wenn Ihr Unternehmen in mehrere Sprachen übersetzt, beginnt die Lokalisierung schon bei dem Redakteur, der den deutschen Quelltext schreibt. Wenn dort Disziplin fehlt, zahlen Sie das in jeder Zielsprache nochmal.<br />
<br />
Drei Dinge, die ich Redaktionen immer wieder einschärfe:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Kurze Sätze. Ein Gedanke pro Satz. Keine drei verschachtelten Nebensätze. Das hilft dem Übersetzer und auch jedem maschinellen Vorlauf.<br />
</li>
<li>Konsistente Terminologie. Wenn das Bauteil heute Anschlussklemme heißt, dann auch morgen und auf Seite 47 noch. Synonyme sind in Belletristik schön, in Technischer Dokumentation sind sie teuer.<br />
</li>
<li>Keine Bilder mit eingebettetem Text. Jede Beschriftung, die in einer Grafik fest verbacken ist, muss in jeder Sprache neu gesetzt werden. Wenn Sie 14 Sprachen haben und 200 Grafiken, rechnen Sie das einmal durch.</li>
</ul>
<br />
Der Effekt ist groß. In Projekten, in denen die Quelltexte konsequent übersetzungsgerecht geschrieben sind, sinken die Lokalisierungskosten erfahrungsgemäß deutlich. Der Grund: Das Translation Memory greift besser und es muss weniger nachbearbeitet werden.<br />
<br />
Wie ist es bei Ihnen aufgestellt? Haben Sie eine schriftliche Schreibrichtlinie, die genau diesen Punkt regelt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn Ihr Unternehmen in mehrere Sprachen übersetzt, beginnt die Lokalisierung schon bei dem Redakteur, der den deutschen Quelltext schreibt. Wenn dort Disziplin fehlt, zahlen Sie das in jeder Zielsprache nochmal.<br />
<br />
Drei Dinge, die ich Redaktionen immer wieder einschärfe:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Kurze Sätze. Ein Gedanke pro Satz. Keine drei verschachtelten Nebensätze. Das hilft dem Übersetzer und auch jedem maschinellen Vorlauf.<br />
</li>
<li>Konsistente Terminologie. Wenn das Bauteil heute Anschlussklemme heißt, dann auch morgen und auf Seite 47 noch. Synonyme sind in Belletristik schön, in Technischer Dokumentation sind sie teuer.<br />
</li>
<li>Keine Bilder mit eingebettetem Text. Jede Beschriftung, die in einer Grafik fest verbacken ist, muss in jeder Sprache neu gesetzt werden. Wenn Sie 14 Sprachen haben und 200 Grafiken, rechnen Sie das einmal durch.</li>
</ul>
<br />
Der Effekt ist groß. In Projekten, in denen die Quelltexte konsequent übersetzungsgerecht geschrieben sind, sinken die Lokalisierungskosten erfahrungsgemäß deutlich. Der Grund: Das Translation Memory greift besser und es muss weniger nachbearbeitet werden.<br />
<br />
Wie ist es bei Ihnen aufgestellt? Haben Sie eine schriftliche Schreibrichtlinie, die genau diesen Punkt regelt?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kulturelle Anpassung: was Übersetzen reicht und was nicht]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-85.html</link>
			<pubDate>Mon, 02 Mar 2026 16:06:17 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-85.html</guid>
			<description><![CDATA[Übersetzen ist eine Disziplin, Lokalisieren eine andere. Wenn Sie eine Bedienungsanleitung für ein Produkt in den asiatischen Markt schicken, ist es mit der reinen Sprachkonvertierung selten getan.<br />
<br />
Was ich in Projekten immer wieder prüfe:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Bildmaterial: Hände, Gesten, Hautfarben, Kleidung. Eine Geste, die im deutschen Marketing freundlich wirkt, kann anderswo beleidigend sein.<br />
</li>
<li>Beispieldaten: Namen, Adressen, Telefonnummern. "Max Mustermann, Musterstraße 1, 12345 Musterstadt" in einem japanischen Handbuch zerstört jede Glaubwürdigkeit.<br />
</li>
<li>Farben und Symbole: Rot, Grün, Weiß haben in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Konnotationen. Warnfarben sind oft normiert, Marketingfarben nicht.<br />
</li>
<li>Maßeinheiten und Formate: Datum, Uhrzeit, Dezimaltrenner, Telefonformate. Das gehört in den Style-Guide, nicht in die Tagesentscheidung des Übersetzers.<br />
</li>
<li>Tonalität und Höflichkeit: Im Japanischen ist die Ansprache hochkomplex, im Französischen der Unterschied zwischen "tu" und "vous" nicht egal, im Englischen amerikanisch direkter als britisch.<br />
</li>
</ul>
<br />
Mein Hinweis: Lokalisierung ist eine Investition. Sie lässt sich kaum nachträglich heilen. Wenn das Produkt einmal mit den falschen Bildern auf einer Messe in Singapur stand, kostet die Reparatur Zeit und Vertrauen.<br />
<br />
Die pragmatische Frage an Sie: Haben Sie pro Zielmarkt ein klares Lokalisierungsprofil, oder lösen Sie es projektweise?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Übersetzen ist eine Disziplin, Lokalisieren eine andere. Wenn Sie eine Bedienungsanleitung für ein Produkt in den asiatischen Markt schicken, ist es mit der reinen Sprachkonvertierung selten getan.<br />
<br />
Was ich in Projekten immer wieder prüfe:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Bildmaterial: Hände, Gesten, Hautfarben, Kleidung. Eine Geste, die im deutschen Marketing freundlich wirkt, kann anderswo beleidigend sein.<br />
</li>
<li>Beispieldaten: Namen, Adressen, Telefonnummern. "Max Mustermann, Musterstraße 1, 12345 Musterstadt" in einem japanischen Handbuch zerstört jede Glaubwürdigkeit.<br />
</li>
<li>Farben und Symbole: Rot, Grün, Weiß haben in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Konnotationen. Warnfarben sind oft normiert, Marketingfarben nicht.<br />
</li>
<li>Maßeinheiten und Formate: Datum, Uhrzeit, Dezimaltrenner, Telefonformate. Das gehört in den Style-Guide, nicht in die Tagesentscheidung des Übersetzers.<br />
</li>
<li>Tonalität und Höflichkeit: Im Japanischen ist die Ansprache hochkomplex, im Französischen der Unterschied zwischen "tu" und "vous" nicht egal, im Englischen amerikanisch direkter als britisch.<br />
</li>
</ul>
<br />
Mein Hinweis: Lokalisierung ist eine Investition. Sie lässt sich kaum nachträglich heilen. Wenn das Produkt einmal mit den falschen Bildern auf einer Messe in Singapur stand, kostet die Reparatur Zeit und Vertrauen.<br />
<br />
Die pragmatische Frage an Sie: Haben Sie pro Zielmarkt ein klares Lokalisierungsprofil, oder lösen Sie es projektweise?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sprachvarianten: en-US vs. en-GB, und warum das kein Detail ist]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-82.html</link>
			<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 10:17:33 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-82.html</guid>
			<description><![CDATA[Viele Unternehmen pflegen "Englisch" als eine Sprache. Aus Kostengründen verständlich, in der Praxis oft ein Problem.<br />
<br />
Ein Beispiel, das jeder kennt: "first floor". Im amerikanischen Englisch das Erdgeschoss, im britischen die erste Etage. In einer Wegbeschreibung in einem Werk für beide Märkte ist das nicht lustig. Solche Beispiele gibt es zu Daten, Maßeinheiten, Stromspannungen, juristischen Begriffen und sogar zu Höflichkeitsformen.<br />
<br />
Was ich Kunden empfehle:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Früh entscheiden, ob Sie ein neutrales internationales Englisch fahren oder bewusst Varianten pflegen. Beides ist legitim, gemischt ist es nicht.<br />
</li>
<li>Wenn neutral: einen Stil-Guide festlegen, der typische Fallen explizit regelt (Datumsformat, Maßeinheiten, Begriffe wie elevator/lift, color/colour).<br />
</li>
<li>Wenn Varianten: dann auch in der Quelle entsprechend trennen, im TM trennen und im Review trennen. Sonst pflegen Sie de facto Chaos.<br />
</li>
</ul>
<br />
Das Gleiche gilt für Spanisch (Spanien vs. Lateinamerika) und Portugiesisch (Portugal vs. Brasilien). Wer das ignoriert, riskiert, dass die Texte im Zielmarkt als unprofessionell wahrgenommen werden, selbst wenn sie grammatikalisch korrekt sind.<br />
<br />
Mein Punkt: Sprachvarianten sind eine Produktentscheidung. Das gehört nicht zur Übersetzungsentscheidung. Sie gehören ins Marketing- und Produktmanagement-Gespräch, nicht in den LSP-Backoffice.<br />
<br />
Wie handhaben Sie das, eine Sprache oder mehrere Varianten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Viele Unternehmen pflegen "Englisch" als eine Sprache. Aus Kostengründen verständlich, in der Praxis oft ein Problem.<br />
<br />
Ein Beispiel, das jeder kennt: "first floor". Im amerikanischen Englisch das Erdgeschoss, im britischen die erste Etage. In einer Wegbeschreibung in einem Werk für beide Märkte ist das nicht lustig. Solche Beispiele gibt es zu Daten, Maßeinheiten, Stromspannungen, juristischen Begriffen und sogar zu Höflichkeitsformen.<br />
<br />
Was ich Kunden empfehle:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Früh entscheiden, ob Sie ein neutrales internationales Englisch fahren oder bewusst Varianten pflegen. Beides ist legitim, gemischt ist es nicht.<br />
</li>
<li>Wenn neutral: einen Stil-Guide festlegen, der typische Fallen explizit regelt (Datumsformat, Maßeinheiten, Begriffe wie elevator/lift, color/colour).<br />
</li>
<li>Wenn Varianten: dann auch in der Quelle entsprechend trennen, im TM trennen und im Review trennen. Sonst pflegen Sie de facto Chaos.<br />
</li>
</ul>
<br />
Das Gleiche gilt für Spanisch (Spanien vs. Lateinamerika) und Portugiesisch (Portugal vs. Brasilien). Wer das ignoriert, riskiert, dass die Texte im Zielmarkt als unprofessionell wahrgenommen werden, selbst wenn sie grammatikalisch korrekt sind.<br />
<br />
Mein Punkt: Sprachvarianten sind eine Produktentscheidung. Das gehört nicht zur Übersetzungsentscheidung. Sie gehören ins Marketing- und Produktmanagement-Gespräch, nicht in den LSP-Backoffice.<br />
<br />
Wie handhaben Sie das, eine Sprache oder mehrere Varianten?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Translation Memory: Warum die Trefferquote oft schlechter ist, als sie sein müsste]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-34.html</link>
			<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 08:34:56 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-34.html</guid>
			<description><![CDATA[Das Translation Memory ist eines der stärksten Werkzeuge in der Lokalisierung, wenn man es ernst nimmt. Und es ist eines der am häufigsten kaputtgepflegten Werkzeuge, die ich in Unternehmen sehe.<br />
<br />
Die typischen Anzeichen: Die Trefferquote liegt deutlich unter dem, was technisch möglich wäre. Sätze, die in der Quelle fast identisch sind, bekommen im TM keinen Match, weil ein Komma anders steht oder ein Bindestrich fehlt. Der Übersetzer schreibt halb neu, obwohl alles schonmal übersetzt wurde.<br />
<br />
Meistens liegt das an der Quellqualität, weniger am Tool. Wenn ein Redakteur denselben Sachverhalt in drei verschiedenen Formulierungen schreibt, sieht das TM drei verschiedene Sätze. Auch wenn Sie als Mensch sofort merken, dass es eigentlich derselbe ist.<br />
<br />
Was hilft konkret:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Schreiben Sie nach festen Sätzen, wo es geht. Standardisierte Sicherheitshinweise, standardisierte Schrittformulierungen, standardisierte Einleitungen. Literarischer Ehrgeiz ist hier fehl am Platz.<br />
</li>
<li>Lassen Sie das TM regelmäßig auswerten. Trefferquote pro Projekt, Wiederholungsrate, neue Segmente. Diese Zahlen liefert Ihnen jeder ernsthafte Dienstleister, wenn Sie ihn fragen.<br />
</li>
<li>Pflegen Sie das TM aktiv. Veraltete oder falsche Einträge löschen, auch wenn sie ja mal gestimmt haben.</li>
</ul>
<br />
Das TM ist kein Selbstläufer. Gepflegt ist es eine der wirtschaftlichsten Investitionen, die Sie in der Doku überhaupt machen können.<br />
<br />
Wie sieht Ihre Trefferquote aus, wenn Sie sie ehrlich angeschaut haben?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Translation Memory ist eines der stärksten Werkzeuge in der Lokalisierung, wenn man es ernst nimmt. Und es ist eines der am häufigsten kaputtgepflegten Werkzeuge, die ich in Unternehmen sehe.<br />
<br />
Die typischen Anzeichen: Die Trefferquote liegt deutlich unter dem, was technisch möglich wäre. Sätze, die in der Quelle fast identisch sind, bekommen im TM keinen Match, weil ein Komma anders steht oder ein Bindestrich fehlt. Der Übersetzer schreibt halb neu, obwohl alles schonmal übersetzt wurde.<br />
<br />
Meistens liegt das an der Quellqualität, weniger am Tool. Wenn ein Redakteur denselben Sachverhalt in drei verschiedenen Formulierungen schreibt, sieht das TM drei verschiedene Sätze. Auch wenn Sie als Mensch sofort merken, dass es eigentlich derselbe ist.<br />
<br />
Was hilft konkret:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Schreiben Sie nach festen Sätzen, wo es geht. Standardisierte Sicherheitshinweise, standardisierte Schrittformulierungen, standardisierte Einleitungen. Literarischer Ehrgeiz ist hier fehl am Platz.<br />
</li>
<li>Lassen Sie das TM regelmäßig auswerten. Trefferquote pro Projekt, Wiederholungsrate, neue Segmente. Diese Zahlen liefert Ihnen jeder ernsthafte Dienstleister, wenn Sie ihn fragen.<br />
</li>
<li>Pflegen Sie das TM aktiv. Veraltete oder falsche Einträge löschen, auch wenn sie ja mal gestimmt haben.</li>
</ul>
<br />
Das TM ist kein Selbstläufer. Gepflegt ist es eine der wirtschaftlichsten Investitionen, die Sie in der Doku überhaupt machen können.<br />
<br />
Wie sieht Ihre Trefferquote aus, wenn Sie sie ehrlich angeschaut haben?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[MÜ und Post-Editing: light oder full, das ist die eigentliche Frage]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-64.html</link>
			<pubDate>Tue, 16 Sep 2025 22:15:53 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-64.html</guid>
			<description><![CDATA[Maschinelle Übersetzung wird in vielen Häusern eingeführt und dann wundert man sich, dass die Ergebnisse schwanken. Meist liegt es an etwas anderem als der Engine: Niemand hat entschieden, was hinter der MÜ passieren soll.<br />
<br />
Ich unterscheide hart zwischen zwei Welten:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Light Post-Editing: Sinn muss stimmen, grobe Fehler raus, Stil egal. Geeignet für interne Dokumente, Wissensbasen, Tickets, Recherchezwecke.<br />
</li>
<li>Full Post-Editing: Lesefluss, Terminologie, Konsistenz, rechtliche Korrektheit. Pflicht bei allem, was an den Markt geht, überall, wo Sicherheit oder Haftung im Spiel ist.<br />
</li>
</ul>
<br />
Wer beides mischt, bekommt das Schlechteste aus beiden Welten: zu teuer für den internen Gebrauch, zu unsauber für den externen Auftritt.<br />
<br />
Mein Tipp aus der Praxis: Legen Sie pro Dokumenttyp fest, welches Niveau gefordert ist, und schreiben Sie das in die Auftragsbeschreibung an den Dienstleister. "Bitte übersetzen" ist keine Auftragsbeschreibung. "Full Post-Editing nach ISO 18587, Terminologie X verbindlich" schon.<br />
<br />
Und bitte: Sicherheitsrelevante Inhalte und Warnhinweise gehen nie in Light. Da sehe ich Engine plus Light-Editing als nicht ausreichend.<br />
<br />
Hinweis: Das ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.<br />
<br />
Wie haben Sie das in Ihrem Haus geregelt, einheitlich oder von Fall zu Fall?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Maschinelle Übersetzung wird in vielen Häusern eingeführt und dann wundert man sich, dass die Ergebnisse schwanken. Meist liegt es an etwas anderem als der Engine: Niemand hat entschieden, was hinter der MÜ passieren soll.<br />
<br />
Ich unterscheide hart zwischen zwei Welten:<br />
<ul class="mycode_list"><li>Light Post-Editing: Sinn muss stimmen, grobe Fehler raus, Stil egal. Geeignet für interne Dokumente, Wissensbasen, Tickets, Recherchezwecke.<br />
</li>
<li>Full Post-Editing: Lesefluss, Terminologie, Konsistenz, rechtliche Korrektheit. Pflicht bei allem, was an den Markt geht, überall, wo Sicherheit oder Haftung im Spiel ist.<br />
</li>
</ul>
<br />
Wer beides mischt, bekommt das Schlechteste aus beiden Welten: zu teuer für den internen Gebrauch, zu unsauber für den externen Auftritt.<br />
<br />
Mein Tipp aus der Praxis: Legen Sie pro Dokumenttyp fest, welches Niveau gefordert ist, und schreiben Sie das in die Auftragsbeschreibung an den Dienstleister. "Bitte übersetzen" ist keine Auftragsbeschreibung. "Full Post-Editing nach ISO 18587, Terminologie X verbindlich" schon.<br />
<br />
Und bitte: Sicherheitsrelevante Inhalte und Warnhinweise gehen nie in Light. Da sehe ich Engine plus Light-Editing als nicht ausreichend.<br />
<br />
Hinweis: Das ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.<br />
<br />
Wie haben Sie das in Ihrem Haus geregelt, einheitlich oder von Fall zu Fall?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Terminologiearbeit: Klein anfangen, sonst fangen Sie nie an]]></title>
			<link>https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-8.html</link>
			<pubDate>Fri, 13 Jun 2025 13:59:17 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.schuebeler-consulting.de/member.php?action=profile&uid=2">Johann Jörgen Schübeler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.schuebeler-consulting.de/thread-8.html</guid>
			<description><![CDATA[Terminologiearbeit ist eines der Themen, die in fast jedem Workshop ganz oben auf der Liste stehen und in fast jedem Projektplan nach hinten rutschen. Der Grund ist immer der gleiche: Man will es richtig machen, plant deshalb ein riesiges Vorhaben mit Datenbank, Workflow, Freigabeprozess, und genau deshalb passiert nichts.<br />
<br />
Mein Tipp: Fangen Sie klein an. Eine simple Tabelle in Excel oder in einem geteilten Tool wie Confluence reicht für den Anfang völlig aus. Drei Spalten: deutscher Begriff, englische Entsprechung, kurze Definition oder Verwendungshinweis. Mehr nicht.<br />
<br />
Nehmen Sie die 50 Begriffe, die in Ihrer Doku am häufigsten vorkommen, und klären Sie diese. Das alleine bringt mehr Konsistenz als ein halbes Jahr Diskussion über das richtige Termbase-Tool.<br />
<br />
Wenn das läuft und akzeptiert ist, können Sie an die nachgelagerten Themen denken. Workflow, Validierung, Integration ins CCMS, Anbindung an die Übersetzungsumgebung. Aber erst dann.<br />
<br />
Ich habe in zu vielen Projekten gesehen, wie über Termbase-Architekturen diskutiert wurde, während die Redakteure parallel im Dokument drei verschiedene Begriffe für dasselbe Bauteil nutzten. Diese Reihenfolge ist falsch.<br />
<br />
Wie sind Sie eingestiegen, wenn Sie Terminologiearbeit in Ihrem Bereich etabliert haben?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Terminologiearbeit ist eines der Themen, die in fast jedem Workshop ganz oben auf der Liste stehen und in fast jedem Projektplan nach hinten rutschen. Der Grund ist immer der gleiche: Man will es richtig machen, plant deshalb ein riesiges Vorhaben mit Datenbank, Workflow, Freigabeprozess, und genau deshalb passiert nichts.<br />
<br />
Mein Tipp: Fangen Sie klein an. Eine simple Tabelle in Excel oder in einem geteilten Tool wie Confluence reicht für den Anfang völlig aus. Drei Spalten: deutscher Begriff, englische Entsprechung, kurze Definition oder Verwendungshinweis. Mehr nicht.<br />
<br />
Nehmen Sie die 50 Begriffe, die in Ihrer Doku am häufigsten vorkommen, und klären Sie diese. Das alleine bringt mehr Konsistenz als ein halbes Jahr Diskussion über das richtige Termbase-Tool.<br />
<br />
Wenn das läuft und akzeptiert ist, können Sie an die nachgelagerten Themen denken. Workflow, Validierung, Integration ins CCMS, Anbindung an die Übersetzungsumgebung. Aber erst dann.<br />
<br />
Ich habe in zu vielen Projekten gesehen, wie über Termbase-Architekturen diskutiert wurde, während die Redakteure parallel im Dokument drei verschiedene Begriffe für dasselbe Bauteil nutzten. Diese Reihenfolge ist falsch.<br />
<br />
Wie sind Sie eingestiegen, wenn Sie Terminologiearbeit in Ihrem Bereich etabliert haben?]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>