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Verständlichkeit messen, nicht nur fühlen - Johann Jörgen Schübeler - 03.11.2025 Wenn ich Redaktionsleiter frage, wie verständlich ihre Anleitungen sind, ist die Antwort fast immer: Gut bis sehr gut. Wenn ich dann frage, woher sie das wissen, wird es leiser. Verständlichkeit ist eine Eigenschaft, die Sie messen können, wenn Sie wollen. Drei Wege, die ich in Projekten oft einsetze: Erstens: Lassen Sie eine echte Zielperson eine reale Aufgabe nach Ihrer Anleitung durchführen. Beobachten Sie, wo sie stockt, zurückblättert, rät. Drei solche Sitzungen mit drei verschiedenen Personen liefern Ihnen mehr Erkenntnisse als ein Jahr interner Reviews. Zweitens: Lesbarkeitsindizes wie der Hohenheimer Index oder LIX sind nicht perfekt, aber sie geben einen schnellen Hinweis, wo ein Text sprachlich zu komplex ist. Nicht jeder hohe Wert ist ein Problem. Jeder hohe Wert ist aber eine Frage wert. Drittens: Lassen Sie Ihren Support gezielt nachhalten, welche Stellen in der Anleitung zu Rückfragen führen. Diese Rückfragen sind kostenloses Feedback, das viele Redaktionen einfach nicht abrufen. Ein 30-Minuten-Termin pro Quartal mit dem Support-Leiter ist eine der billigsten Qualitätsmaßnahmen überhaupt. Welche dieser drei Quellen nutzen Sie heute schon, welche nicht? RE: Verständlichkeit messen, nicht nur fühlen - JSC_Admin - 14.11.2025 Kleiner Hinweis am Rande: Wer hier konkrete Stellen aus eigenen Anleitungen diskutieren möchte, bitte nichts Vertrauliches posten. Bauen Sie das Beispiel anonymisiert nach, das Forum ist öffentlich und auch für Gäste lesbar. Danke für die Mitarbeit. RE: Verständlichkeit messen, nicht nur fühlen - Johann Jörgen Schübeler - 30.11.2025 Zum Support-Punkt noch ein Hinweis aus der Praxis: Es lohnt sich, die häufigsten drei Support-Themen direkt in die nächste Anleitungsrevision einzuarbeiten. Klingt selbstverständlich, passiert aber selten, weil Support und Redaktion oft in getrennten Welten arbeiten. Diesen Graben aktiv zu schließen, ist meistens billiger als jedes Tool. |