07.01.2026, 20:27
Ein Projektmuster, das ich oft gesehen habe — branchenübergreifend, anonymisiert, ohne identifizierbare Details: Ein Mittelständler führt ein neues Redaktionssystem ein. Die Auswahl ist sauber, das System passt, die Schulung läuft, das Pilot-Dokument ist fertig. Und trotzdem stockt es.
Der Grund war fast immer derselbe: die erfahrenste Redakteurin oder der erfahrenste Redakteur — meist seit 15–20 Jahren im Haus — sah keinen Vorteil im neuen System. Im Word-Workflow waren sie unschlagbar schnell, im neuen System langsam wie alle anderen. Subjektiv war das ein Rückschritt.
Was in solchen Fällen funktioniert hat:
Was regelmäßig schiefging: Wenn die Einführung als reine Effizienzsteigerung verkauft wurde. Diese Botschaft trifft genau die Falschen. Erfahrene Mitarbeitende wissen, dass sie im alten Setup der Engpass nicht waren.
Kein Patentrezept, aber ein Muster, das sich lohnt mitzudenken. Haben Sie Ähnliches erlebt?
Der Grund war fast immer derselbe: die erfahrenste Redakteurin oder der erfahrenste Redakteur — meist seit 15–20 Jahren im Haus — sah keinen Vorteil im neuen System. Im Word-Workflow waren sie unschlagbar schnell, im neuen System langsam wie alle anderen. Subjektiv war das ein Rückschritt.
Was in solchen Fällen funktioniert hat:
- Diesen Personen früh eine Rolle geben, in der ihr Erfahrungswissen sichtbar wird — zum Beispiel als Verantwortliche für die Modulbibliothek oder als Qualitätsprüferin der Migrationsdaten.
- Ehrlich anerkennen, dass die ersten 3–6 Monate für sie persönlich langsamer sind als vorher. Das ist keine Einbildung.
- Erfolgsmessungen an Wiederverwendungsquote oder Übersetzungskosten ausrichten statt an Geschwindigkeit pro Dokument. Da gewinnen die Erfahrenen.
Was regelmäßig schiefging: Wenn die Einführung als reine Effizienzsteigerung verkauft wurde. Diese Botschaft trifft genau die Falschen. Erfahrene Mitarbeitende wissen, dass sie im alten Setup der Engpass nicht waren.
Kein Patentrezept, aber ein Muster, das sich lohnt mitzudenken. Haben Sie Ähnliches erlebt?