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Normale Version: Information Mapping ist kein Wundermittel, aber ein guter Hebel
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Information Mapping wird immer mal wieder als das eine große Strukturkonzept verkauft. Manchmal von Beratern, die genau diese Methode lizenziert verkaufen. Ich halte nichts von Zaubermitteln. Aber ich halte sehr viel von dem Grundgedanken dahinter.

Der Kern ist simpel: Jeder Informationsblock hat genau eine Aufgabe. Eine Definition, eine Anleitung, eine Begründung, eine Tabelle. Alles in einem Absatz zu vermischen, schadet. Wenn Sie diese Trennung konsequent durchhalten, werden Ihre Texte automatisch besser, auch ohne dass Sie die volle Methode kaufen.

Was Sie davon mitnehmen können, auch ohne Lizenz:
  • Aussagekräftige Zwischenüberschriften, die den Inhalt vorwegnehmen.
  • Kurze Blöcke statt Bleiwüste. Drei bis sieben Zeilen sind eine gute Hausnummer.
  • Listen für Aufzählungen. Tabellen für Vergleiche. Fließtext für Zusammenhänge. Setzen Sie das passende Format ein, statt alles als Fließtext zu schreiben, weil es schnell geht.

Das klingt banal. Wenn ich Bestandsdokumente analysiere, finde ich diese Disziplin trotzdem fast nie. Stattdessen lange Absätze, in denen Definition, Anweisung und Warnhinweis ineinanderfließen. Der Leser muss dann selber heraussortieren, was gerade dran ist. Das ist Ihre Aufgabe, nicht seine.

Welchen Strukturansatz nutzen Sie in Ihrer Redaktion?