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Normale Version: CCMS-Auswahl: Worauf ich beim ersten Workshop wirklich achte
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Bei CCMS-Auswahlprozessen sehe ich immer wieder dasselbe Muster. Man lädt drei, vier Anbieter ein, jeder zeigt eine hübsche Demo, alle können alles, und am Ende entscheidet das Bauchgefühl oder der Preis.

Ich gehe anders vor. Bevor ich überhaupt einen Anbieter einlade, lasse ich das Team drei konkrete Dokumente mitbringen, die heute Schmerzen machen. Eine Betriebsanleitung mit vielen Varianten, ein Ersatzteilkatalog, ein Service-Dokument. Diese drei Beispiele sind die Prüfsteine. Jeder Anbieter muss in der Demo zeigen, wie genau diese drei Fälle in seinem System aussehen würden, von der Strukturierung bis zum Output.

Das filtert in 30 Minuten mehr aus als zwei Tage Featurelisten-Vergleich. Sie sehen sofort, welcher Anbieter Ihr Geschäft versteht und welcher nur seine Standard-Demo abspielt.

Zweiter Punkt, den ich nie überspringe: Wer macht die Migration der Alt-Inhalte? Wenn der Anbieter das nicht klar beantworten kann oder den Punkt kleinredet, ist das ein Warnsignal. Migration ist meistens 40 % bis 60 % des Projektaufwands. Wer das verschweigt, hat entweder noch nie eine ernsthafte Migration gemacht oder will Sie locken.

Wie machen Sie das aktuell? Haben Sie einen Prüfstein-Katalog, oder läuft die Auswahl bei Ihnen auch über Featurelisten?
Ein Punkt noch, der mir später immer wieder auf die Füße fällt, wenn ich ihn vergesse: Lassen Sie sich von jedem Anbieter den Update-Prozess der letzten drei Major-Versionen erklären. Lassen Sie sich das konkret erklären: Was war der Aufwand bei Bestandskunden? Wer hat sie unterstützt? Wie lange hat es gedauert? Da trennt sich die Spreu vom Weizen.